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Helikopter "Ingenuity" Nasa startet im April erstmals Mini-Hubschrauber auf dem Mars

Nasa-Helikopter "Ingenuity" (Simulation)
Sehen Sie im Video: Mars-Helikopter "Ingenuity" vor dem ersten Flug.








Historischer Helikopter-Flug auf dem Mars angekündigt. Nasa-Wissenschaftler sagten auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Kalifornien, dass sich am 8. April das Zeitfenster für ein neues Kapitel bei der Erforschung des roten Planeten öffnet. "Ingenuity" heißt das etwa 1,8 Kilogramm schwere Objekt. Es soll mehrere Flüge unternehmen sowie Luftaufnahmen des Mars machen. Dazu Lori Glaze, Nasa-Direktorin für die Planetenerforschung: "'Ingenuity' wird neue Möglichkeiten eröffnen und neue Fragen ermöglichen, die wir mit dem Erkunden aus der Luft beantworten können. Zum Beispiel ob wir Gebiete sehen, die vom Weltraum aus unsichtbar sind oder die ein Rover nicht erreichen kann, wie schattige Krater oder saisonaler Wasserfluss. Oder: Kann ein Helikopter dem Rover helfen, den besten Kurs zu finden? Und Können wir so bemannte Missionen aus der Luft unterstützen?" Erstmals wird ein Helikopter außerhalb der Erde starten und landen. Nach Angaben der Wissenschaftler wird der erste Flug rund 30 Sekunden dauern und eine Höhe von drei Metern erreichen. Im Anschluss sind längere und höhrere Flüge geplant."Ingenuity" bedeutet auf deutsch "Einfallsreichtum". Der Helikopter war am 18. Februar auf dem Mars gelandet – angekoppelt an den Nasa-Rover "Perseverance".
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Die US-Weltraumbehörde Nasa hat für April den ersten Helikoptereinsatz außerhalb der Erde angekündigt. Der Mini-Hubschrauber "Ingenuity" an Bord des Mars Rovers Perseverance soll hochauflösende Fotos der Marsoberfläche liefern. 

Der kleine Hubschrauber "Ingenuity" könnte am 8. April zum ersten Mal für einen Testflug auf dem Mars starten. Dies bestätigte die US-Weltraumbehörde Nasa in der Nacht zu Mittwoch. "Ingenuity" war vor Kurzem an Bord des Mars-Rovers "Perseverance" auf dem roten Planeten gelandet. Dieser befindet sich derzeit auf dem Weg zu dem Gebiet auf dem Mars, das als Startplatz für "Ingenuity" dienen soll. 

Der Termin für den ersten Flug könne sich deshalb noch ändern, sagte "Ingenuity"-Chefingenieur Bob Balaram bei einer Pressekonferenz. Nach Ankunft in dem Gebiet hat der kleine Helikopter 31 Tage Zeit, um seine Mission zu erfüllen. 

Ingenuity liefert hochauflösende Bilder vom Mars

Das Flug-Experiment gilt als äußerst schwierig. Die Atmosphäre auf dem Mars verfügt lediglich über ein Prozent der Luftdichte auf der Erde. Dies dürfte den Aufstieg des Helikopters massiv erschweren. Helfen könnte die Gravitation auf dem Mars, die rund zwei Drittel geringer ist als jene auf der Erde.

Bei seinem ersten Flug soll "Ingenuity", der optisch einer kleinen Drohne ähnelt, einen Meter pro Sekunde aufsteigen, bis er auf einer Höhe von drei Metern angekommen ist. Dort soll er vor der Landung für 30 Sekunden verharren. "Ingenuity" hat eine integrierte Kamera, die während des Fluges hochauflösende Fotos aufnehmen soll.

Gleichzeitig sollen die im Mars-Rover "Perseverance" installierten Kameras den Flug von "Ingenuity" dokumentieren. Zunächst aber muss "Perseverance" den Hubschrauber zu seinem Startplatz bringen. Anschließend hat der Rover 25 Stunden Zeit, um sich rund fünf Meter von "Ingenuity" zu entfernen, damit er keinen Schatten auf den Hubschrauber wirft. Die Zeit reicht dann genau für die Batterien des Heizsystems von "Ingenuity" aus, ohne dass sie über die integrierten Solarpanels aufgeladen werden müssen. 

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Nasa plant weitere Hubschrauberflüge

Unbeheizt könnte "Ingenuity" seine Mission nicht erfüllen: Nachts wird es auf dem Mars bis zu minus 90 Grad kalt. Bei dieser Temperatur würden die elektronischen Komponenten in dem Hubschrauber gefrieren und brechen. Die Mission wäre dann gescheitert, bevor sie überhaupt begonnen hätte. 

Der Flug von Ingenuity auf dem Mars wäre der erste Start eines motorisierten Fluggeräts auf einem anderen Planeten als der Erde. Insgesamt plant die Nasa bis zu fünf Hubschrauber-Flüge verschiedener Schwierigkeitsstufen. Um die historische Dimension des Experiments zu markieren, sei "Ingenuity" mit einem kleinen Stück der Stoffbespannung des Pionierflugs der Brüder Wright aus dem Jahr 1903 ausgestattet worden, erklärte Balaram. 

jus AFP

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