Atlantis-Start Neuer Versuch für Columbus


Klappt es oder klappt es nicht? Am 7. Februar soll die Raumfähre Atlantis endlich das europäische Weltraumlabor Columbus ins Weltall bringen. Schon mehrfach hat die Nasa den Start des Shuttles wegen defekter Tanksensoren abgeblasen. Dieses Mal könnte das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen.

Nach zweimonatiger Verzögerung wegen technischer Probleme soll die US-Weltraumfähre Atlantis mit dem europäischen Weltraumlabor Columbus und dem deutschen Astronauten Hans Schlegel an Bord an diesem Donnerstag ins All starten. Wie die US-Weltraumbehörde mitteilt, soll der Shuttle um 20.45 Uhr MEZ in Cape Canaveral (Florida) in Richtung Internationaler Weltraumstation ISS abheben. Allerdings bereite das Wetter Kopfzerbrechen, heißt es. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Start wegen schlechten Wetters ins Wasser fällt, liege bei 60 Prozent.

Hauptaufgabe der elftägigen Mission ist es, das Labor an der Weltraumstation ISS anzudocken. Dazu sind mehrere Außeneinsätze notwendig. In dem 13 Tonnen schweren Labor, das in Bremen gebaut wurde, soll über zehn Jahre lang das Verhalten von chemischen Substanzen, Einzellern und wirbellosen Tieren in der Schwerelosigkeit untersucht werden. Die Beobachtungen dienen sowohl der medizinischen Forschung als auch der Grundlagenphysik und Materialforschung. Unter anderem sind Studien zum Knochen- und Muskelschwund geplant.

Der zuerst für den 6. Dezember geplante Start war wegen defekter Tanksensoren mehrfach verschoben worden.

DPA DPA

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