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Forschungssatellit Selene: Japan startet ehrgeizige Mondmission

Nach mehrjähriger Verzögerung hat Japan die nach eigenen Angaben größte Mondmission seit dem Apollo-Programm der USA gestartet. An Bord einer Trägerrakete wurde der Forschungssatellit Selene ins Weltall gebracht, dort soll er ein Jahr lang über der Mondoberfläche kreisen.

Japan hat am Freitag erfolgreich seinen ersten Satelliten auf den Weg zum Mond gebracht. Wie die japanische Raumfahrtagentur mitteilte, handele es sich bei der Mission um das umfangreichste Programm zur Erforschung des Erdtrabanten seit dem amerikanischem Apollo-Programm der 1960er und 1970er Jahre.

Der drei Tonne schwere Orbiter mit zwei jeweils 50 Kilogramm schweren kleineren Satelliten solle die Oberfläche aus einer Umlaufbahn etwa 100 Kilometer über dem Mond erkundet werden. Während des im Dezember beginnenden zehnmonatigen Forschungsprogramms sollen Daten und gestochen scharfe Fernsehbildbilder vom Mond zur Erde gesendet werden.

Wichtig ist das "Kaguya"-Projekt für Japan auch, um sich in der Raumfahrt einen Vorsprung vor China, Indien und den USA bei der Erforschung des Monds zu verschaffen.

DPA/AP/Reuters / AP / DPA / Reuters
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