Internationale Raumstation Mini-Meteorit schlug in die ISS ein


Bei einem Außeneinsatz an der internationalen Raumstation ISS haben zwei Kosmonauten ein kugelgroßes Loch entdeckt - offenbar stammt es von einem Meteoriteneinschlag. Gegen solche Vorfälle ist die ISS nun besser geschützt.

Bei einem Außeneinsatz auf der internationalen Raumstation ISS haben zwei russische Kosmonauten ein kugelgroßes Einschlagloch eines Kleinstmeteoriten an der ISS festgestellt. Fjodor Jurtschichin und Oleg Kotow machten mit ihrer 5 Stunden und 37 Minuten langen Arbeit im freien All die ISS ein Stück sicherer. Sie installierten zwölf Schutzplatten, mit denen die Raumstation künftig besser vor solchen Meteoriteneinschlägen geschützt werden soll.

Die an der ISS angebrachten Schutzplatten vor Meteoriteneinschlägen bestehen aus Aluminium und sind rund 60 mal 90 Zentimeter groß. Sie wiegen bis zu neun Kilogramm. Die Schutzplatten sollen ein tödliches Risiko bannen, das beim Durchschlagen der Außenhaut entstehen könnte. Während ihres mehr als fünfeinhalbstündigen Einsatzes installierten die beiden russischen Kosmonauten auch ein Internetkabel.

Mücken im Weltall

Außerdem befestigten Jurtschichin und Kotow an der Außenhaut der ISS einen Container mit lebendigen Mücken und anderen Kleinstlebewesen. Mit dem wissenschaftlichen Experiment "Biorisk" soll untersucht werden, welchen gesundheitsschädlichen Einflüssen Organismen bei Langzeitflügen ausgesetzt sind.

Die auf die ISS gebrachte Mückenart soll extrem widerstandsfähig sein. Die Insekten müssen für eineinhalb Jahre in ihrem Container an der Außenwand der ISS bleiben und werden dann auf der Erde untersucht. Die aus dem Versuch gewonnenen Erkenntnisse wollen Wissenschaftler für die Vorbereitung von bemannten Raumflügen unter anderem zum Mars nutzen.

Es war der 83. Außeneinsatz auf der ISS und der zweite für Jurtschichin und Kotow. Die beiden hatten Ende Mai ihre Feuertaufe im All mit Bravour bestanden. Die Russen absolvierten ihren ersten Außeneinsatz souverän und vor allem sehr schnell.

DPA DPA

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