Internationale Raumstation Schaden am ISS-Sonnensegel


Astronauten der ISS haben bei Außenarbeiten einen Schaden entdeckt: Im Drehgelenk des Sonnensegels stecken Metallsplitter fest, die einen höheren Energieverbrauch bewirken. Wie sich das Problem auf den Zeitplan der Mission auswirkt, ist derzeit noch unklar.

Zwei Astronauten der Internationalen Raumstation (ISS) haben ein mögliches Problem mit dem Drehgelenk eines Sonnensegels entdeckt. Beim zweiten von fünf geplanten Außeneinsätzen bereiteten die beiden in erster Linie die Verschiebung eines Moduls vom oberen Rand der Station auf eine der äußeren Ecken vor.

Zudem inspizierten sie ein riesiges Drehgelenk, welches eines der Solarsegel der Station auf die Sonne ausrichtet. Zuvor hatten Ingenieure eine leichte Vibration sowie einen höheren Energieverbrauch des Gelenks festgestellt. Die Astronauten fanden bei ihrem Einsatz Metallsplitter an dem Gelenk. Einige der Splitter sollen nun zur Erde gebracht und untersucht werden.

Sonnensegel in Ruheposition

Das Sonnensegel soll nun in Ruheposition bleiben, bis Techniker geklärt haben, ob weitere Inspektionen notwendig sind oder welche Reparaturen ausgeführt werden können. Zum derzeitigen Zeitpunkt sei noch unklar, ob die Probleme irgendwelche Auswirkungen auf den weiteren Zeitplan zum Aufbau der ISS haben, sagte der Leiter des Nasa-Raumstationsprogramms, Mike Suffredini.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat die Mission der Raumfähre "Discovery" als eine ihrer kompliziertesten und wichtigsten bezeichnet. Grund ist, dass sie die Voraussetzungen für künftige Erweiterungen der ISS mit wichtigen Bauteilen schaffen soll. Die Rückkehr der "Discovery" zur Erde ist für den 6. November geplant.

Der Hitzeschild des Shuttles sei in gutem, solidem Zustand, teilte die US-Raumfahrtbehörde mit. Die Besatzung hatte vor und nach dem Andocken der Fähre an die ISS die Tragflächen und den Rumpf der "Discovery" auf möglicherweise beim Start entstandene Schäden untersucht. Die Untersuchung gehört seit dem "Columbia"-Unglück zum routinemäßigen Programm.

Reuters, AP AP Reuters

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