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Marssonde "Phobos-Grunt": Raumfahrtbehörde zieht Angaben zum Absturz zurück

Am Sonntag sollte die havarierte russische Marssonde "Phobos-Grunt" vor der chilenischen Küste in den Pazifik stürzen. Nun zog die Raumfahrtbehörde Rokosmos ihre Angaben zurück.

Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos hat am Sonntag ihre Vorhersagen über Absturzort und -zeit ihrer havarierten Marssonde "Phobos-Grunt" zurückgezogen. Auf ihrer Internetseite hieß es nur noch, die Überreste der Sonde sollten zwischen 15.36 Uhr und 23.24 Uhr MEZ auf die Erde aufschlagen. Zuvor hatte Roskosmos angegeben, die Teile würden voraussichtlich um 18.51 Uhr MEZ vor Chile in den Pazifik stürzen.

Die Raumfahrtbehörde geht davon aus, dass von der 13,5 Tonnen schweren Sonde lediglich etwa 20 bis 30 Teile mit einem Gesamtgewicht von höchstens 200 Kilogramm den Eintritt in die Erdatmosphäre überstehen. Die Sonde war Anfang November gestartet, um auf dem größten Marsmond Phobos Bodenproben zu sammeln. Wegen technischer Probleme nach dem Start verfehlte "Phobos-Grunt" aber die geplante Flugbahn.

kave/AFP / AFP