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US-Vizepräsident: US-Regierung will bis 2024 auf den Mond - und Mike Pence droht der Nasa gleich mit Konkurrenz

Die nächsten Menschen auf dem Mond sollen aus den USA stammen - und das innerhalb von fünf Jahren. Vizepräsident Mike Pence verkündet das Ziel der US-Regierung in einer Rede, hat aber gleichzeitig viel Kritik an der Raumfahrtbehörde Nasa im Gepäck.

Mike Pence fordert in seiner Rede in Huntsville, Alabama eine "neue Mentalität" der Nasa

Mike Pence fordert in seiner Rede in Huntsville, Alabama eine "neue Mentalität" der Nasa

DPA

Die US-Regierung will binnen fünf Jahren wieder Astronauten auf den Mond bringen. Auf Anordnung von Präsident Donald Trump sehe die "offizielle Politik" vor, dass die erste Frau und der nächste Mann auf dem Mond Astronauten aus den USA sein sollen, sagte Vizepräsident Mike Pence in einer Rede in Huntsville im US-Bundesstaat Alabama. Zugleich übte Pence scharfe Kritik an der US-Raumfahrtbehörde Nasa, der er "bürokratische Schwerfälligkeit" vorwarf.    

Die nächsten Menschen auf dem Mond würden mit US-Raketen von den USA aus zum Erdtrabanten starten, sagte Pence. Zuletzt waren im Jahr 1972 Menschen auf dem Mond gelandet. Die nächste bemannte Mission war ursprünglich für das Jahr 2028 geplant. Die Entwicklung der neuen Trägerrakete SLS hatte sich aber verzögert, der erste Testflug wurde jüngst auf das Jahr 2021 verschoben.    

Mike Pence fordert "neue Mentalität" bei der Nasa

Pence warf der Nasa in seiner Rede eine "Paralyse durch Analyse" vor, die zur Verzögerungen bei der SLS-Rakete geführt hätten. Er forderte eine "neue Mentalität" bei der Raumfahrtbehörde. Andernfalls drohte Pence, für die nächste Mondmission auf private Raumfahrtunternehmen zurückzugreifen: "Wenn kommerzielle Raketen der einzige Weg sind, amerikanische Astronauten in den nächsten fünf Jahren zum Mond zu bringen, dann werden es kommerzielle Raketen sein."

   

Pence mahnte in seiner Rede zur Eile. Ein Scheitern des fünf-Jahres-Ziels sei "keine Option". Er verwies dabei auf die Konkurrenz Chinas in der Raumfahrt und die Landung eines chinesischen Roboters auf der Rückseite des Monds. Wie während der 60er Jahre befänden sich die Vereinigten Staaten in einem "Wettlauf", nur dass heute die "Herausforderungen größer" seien.    

Washington hatte sein Space-Shuttle-Programm im Jahr 2011 eingestellt. Zur Internationalen Weltraumstation ISS konnten US-Astronauten seitdem nur noch mit russischen Sojus-Raketen gelangen. Der Vertrag mit Russland läuft im November 2019 aus.

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vit / AFP