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Nasa-Weltraumteleskop: "NuSTAR" soll Schwarze Löcher durchleuchten

Die Wahrheit ist irgendwo da draußen: Nasa-Wissenschaftler wollen mit dem neuen "NuSTAR"-Teleskop Energiequellen im Weltall genauer beobachten. Besonders spektakulär soll der Start von werden.

Die US-Weltraumbehörde Nasa will ein Röntgenteleskop in Betrieb nehmen, das neue Erkenntnisse über den energiereichen Kosmos liefern soll. Das Observatorium mit dem Kürzel "NuSTAR" (kurz für Nuclear Spectroscopic Telescope Array) soll zwei bis fünf Jahre im Einsatz sein. Astronomen erhoffen sich insbesondere Aufschlüsse über Schwarze Löcher oder auch Reste explodierender Sonnen, also über die heißesten, kompaktesten und energiereichsten Objekte, die sich vor allem durch Röntgenstrahlen bemerkbar machen. Dabei wiegt das Teleskop vergleichsweise geringe 350 Kilogramm und hat in etwa die Größe eines Kühlschranks.

So verspricht sich auch der für die Instrumente des Teleskops zuständige Nasa-Manager William Craig eine "fantastische" wissenschaftliche Ausbeute, wie er auf einer Pressekonferenz im Jet Propulsion Laboratory im kalifornischen Pasadena sagte. "Die Mission öffnet uns ein völlig neues Fenster zum Universum."

Mit umgerechnet rund 130 Millionen Euro ist "NuSTAR" ein vergleichsweise günstiges Weltraumteleskop. Aber trotzdem ist es etwas ganz Besonderes: Als erstes Observatorium kann es harte, also besonders energiereiche Röntgenstrahlung fokussieren und so scharfe Röntgenbilder gewinnen. Die Strahlen ähneln denjenigen, mit denen Ärzte etwa Zähne durchleuchten. Sie können auch Staub im Weltraum durchdringen. "NuSTAR" soll erklären helfen, wie diese hohen Energien im All erzeugt werden und beispielsweise die erste systematische Bestandsaufnahme Schwarzer Löcher liefern.

Der Start ist für Mittwoch 17.30 Uhr MESZ geplant. Dann soll ein Flugzeug eine Pegasus-Rakete, der kleinsten Trägerrakete der Nasa, mit "NuSTAR" als Fracht über den Marshall-Inseln freisetzen.

ono/DPA / DPA
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