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Sojus-Kapsel gelandet: Ende eines 35-Millionen-Dollar-Trips

Nach eineinhalb Wochen im All ist US-Weltraumtourist Charles Simonyi zurück auf der Erde. Die Sojus-Kapsel schlug am Mittwoch in der kasachischen Steppe auf. Wegen Hochwassers im Landegebiet war die ursprünglich für Dienstag geplante Rückkehr um einen Tag verschoben worden.

"Die Operation verlief nach Plan. Jetzt fliegen Hubschrauber und Sucheinheiten zum Ort der Landung", sagte ein Sprecher der Zentrale bei Moskau nach Angaben der Agentur Interfax.

Gemeinsam mit Simonyi an Bord waren der russische Kosmonaut Juri Lontschakow und US-Astronaut Michael Fincke, die Mitglieder der 18. ISS-Langzeitbesatzung. Sie hatten während ihres sechsmonatigen Aufenthalts im All verschiedene wissenschaftliche Experimente vorgenommen.

Simonyi hielt sich seit dem 28. März im All auf. Für ihn war es zwei Jahre nach seinem Jungfernflug der zweite Aufenthalt in der Raumstation. Für das Vergnügen zahlte der Weltraumtourist nach eigenen Angaben 35 Millionen US-Dollar (26,5 Millionen Euro), etwa zehn Millionen Dollar mehr als für seine Reise 2007. Der US-Milliardär ist der erste Tourist, der zweimal ins All reiste - und nach dem erfolgreichen Ausbau der Internationalen Raumstation ISS wohl auf absehbare Zeit der letzte. Die Besatzung der ISS soll in der nächsten Zeit von drei auf sechs Astronauten ausgebaut werden; für einen Touristen ist dann kein Platz mehr.

DPA/AP/AP/DPA
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