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Sonnenfinsternis Augenkliniken melden Zulauf von SoFi-Geschädigten


Augenschäden bis hin zur Erblindung! Die Warnungen der Mediziner hätten kaum eindringlicher sein können. Trotzdem haben etliche Menschen die partielle Sonnenfinsternis offenbar ungeschützt beobachtet.

In den Stunden nach der Sonnenfinsternis haben sich spürbar mehr Menschen als sonst bei Augenkliniken gemeldet. "Es kamen vermehrt Patienten in die Notaufnahme", berichtete eine Sprecherin der Charlottenklinik für Augenheilkunde in Stuttgart.

Genauere Angaben zu den Schädigungen oder der Anzahl der Patienten wollte sie nicht machen. Bei der Klinik für Augenheilkunde der Universität Frankfurt meldeten sich bis zum Nachmittag rund 15 Sofi-Fans.

Sekunden reichen

Experten hatten zuvor eindringlich davor gewarnt, direkt und ohne Schutz in die Sonne zu schauen. Beim Betrachten könne die Netzhaut geschädigt werden. Bei voller Sonneneinstrahlung verweigere das Auge wegen der Helligkeit ein direktes Hineinschauen, hieß es. Bei einer Sonnenfinsternis sei dieser Reflex jedoch eingeschränkt.

Sekunden würden reichen, um die Netzhaut zu schädigen, erklärte Ulrich Voigt, Oberarzt an der Klinik für Augenheilkunde in Jena. Das merke der Betroffene auch direkt: Im Bereich des zentralen, scharfen Sehens sehe man einen dunklen Fleck. Davor schützen auch Schweißerbrillen, Russgläser oder Röntgenfolien nicht zuverlässig. Die Alternativen für Schutzbrillen, die in diesem Tweet so freudig bejubelt werden, waren daher weniger kreativ als leichtsinnig - hoffentlich dennoch ohne Folgen:

dho/DPA DPA

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