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Epxerimentelle Archäologie: Rudern im Römerschiff

Was es heißt, ein 16 Meter langes und vier Tonnen schweres Römerschiff zu rudern, hat eine Gruppe experimenteller Archäologen aus Hamburg am eigenen Leib erfahren: Auf dem Ratzeburger See wurde der rekonstruierte Nachbau zu Wasser gelassen und getestet. Demnächst gehts auf große Fahrt.

Vor der majestätischen Kulisse des Ratzeburger Doms taucht das schlanke Schiff mit einem Rahsegel am neun Meter hohen Mast im Dunst auf und kommt rasch näher. Gleichmäßig tönen die Kommandos des Bootsführers, fast lautlos tauchen die Riemen ins Wasser. "Das Schiff ist erstaunlich manövrierfähig", sagt Schäfer, als es vor der Anlegestelle eine elegante 180-Grad-Wende vollführt. "Wir haben mit dem Nachbau wieder eine Wissenslücke in der römischen Schiffarchäologie geschlossen."

Die Ruderer sind allerdings in erster Linie froh, ins Trockene zu kommen, als das Schiff für eine Pause am Steg anlegt. Die angehenden Historiker, Archäologen und Offiziere der Bundeswehr sind sich einig: Eine Patrouillenfahrt mit dem Römerschiff muss auch für Legionäre anstrengend gewesen sein. Der Nieselregen hat sie durchnässt, die Arme schmerzen. "Die Riemen sind unglaublich schwer. Wenn man sein Ruder nicht schnell genug hoch bekommt, reißt einen der Druck des Wassers auf das Ruderblatt glatt von der Ruderbank", berichtet Stefan Knospe. Der 44 Jahre alte EDV-Fachmann studiert Geschichte an der Hamburger Uni und ist so zu dem Schiffsprojekt gestoßen. "Ich interessiere mich für die römische Schifffahrtsgeschichte und war auch schon in der Bauphase des Kriegsschiffes dabei", erzählt er. Physiotherapeut Jan Lübke ist erst beim Praxistest des Schiffs zur Crew gestoßen. "Das hier ist mit dem modernen Rennrudern nicht zu vergleichen, ein hartes Stück Arbeit. Ich beneide die damaligen Legionäre nicht", urteilt er.

Wie schnell waren die Römer?

Schiffe dieses Typs dienten den römischen Streitkräften als Patrouillenboote und als Geleitschutz für größere Schiffe, die Nachschub für die Truppen in die nördlichen Provinzen brachten. Als Basis für die Baupläne diente eine Studie des Archäologen Ronald Bockius, der Ausgrabungsfunde aus der Nähe von Ingolstadt ausgewertet hat. "Uns interessiert vor allem, wie schnell diese Schiffe waren und welche Strecken sie pro Tag zurücklegen konnten", sagt Schäfer. Dafür haben die Ruderer modernste Computertechnik an Bord: eine Messeinheit, die ursprünglich für den America's Cup entwickelt worden ist und die die Segeleigenschaften festhält.

Mitte Mai wird die Crew das Römerschiff vom Ratzeburger See über die Wakenitz nach Lübeck rudern. Von dort geht es dann über den Elbe- Lübeck-Kanal nach Lauenburg und weiter auf der Elbe bis nach Hamburg. Dort wird das Schiff, das bisher nach dem Fundort der Vorbilder "Oberstimm I" heißt, auf seinen offiziellen Namen getauft werden. Vom Sommer an soll das Kriegsschiff dann auf Donau, Rhein, Lippe, Ems und Weser für die Ausstellung "Imperium, Konflikt, Mythos, - 2000 Jahre Varusschlacht" werben, die im Jahr 2009 an die legendäre Schlacht im Teutoburger Wald erinnern soll.

Eva-Maria Mester/DPA / DPA
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(