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So sollten Sie sich mit Ihren Kindern im Zoo besser nicht verhalten

Nachdem ein Junge in ein Gorilla-Gehege gestürzt war, haben Zoomitarbeiter in den USA das Tier erschossen. Die Aktion sorgt für eine Welle der Empörung. Auch an den Eltern des Kindes wird Kritik laut: Haben sie die Aufsichtspflicht verletzt?

An die Scheiben klopfen, laut rufen: Die Tiere so im Zoo zu reizen, ist verboten.

An die Scheiben klopfen, laut rufen: Die Tiere so zu reizen, ist verboten.

Weil ein Vierjähriger in sein Gehege gefallen war, musste Gorilla Harambe sterben. Bedienstete des  in Cincinnati erschossen den 17-jährigen Affen, nachdem er den kleinen Jungen durchs Wasser gezogen hatte. Der Vierjährige konnte gerettet werden. Doch nun stehen nicht nur die Eltern in der Kritik. Auch dem Zoo wird von Tierschützern vorgeworfen, überreagiert zu haben.

in Zoos kommen immer wieder vor. Meistens sind es zwar Pfleger, die von ihren Schützlingen attackiert werden. Doch auch Besucher verhalten sich mitunter riskant - dabei weist jeder Zoo auf Regeln hin, die man für die eigene Sicherheit und das Wohlergehen der Tiere beachten sollte.

Der zeigt einige dieser Regeln und Videos aus Zoos, die dokumentieren, warum es vernünftig ist, sich an die Vorgaben zu halten. 

Versuchen Sie nicht, die Tiere auf sich aufmerksam zu machen und etwa durch lautes Rufen oder Klopfen an den Scheiben zu reizen.

Halten Sie ausreichend Abstand. Absperrungen oder dicke Gläser sollen zwar für Sicherheit sorgen, aber auch diese können brechen. Was passieren kann, wenn ein Gorilla sich mit seinem Körpergewicht gegen eine Glasscheibe wirft, zeigt dieses Video aus einem Zoo im US-Bundesstaat .

Auch den Tieren zuliebe, sollten Sie und Ihre Kinder eine respektvolle Distanz einhalten - und Löwen, Elefanten oder Affen nicht durch Necken reizen. Kein Mensch braucht solche Fotos für sein Album. 


Übersteigen Sie Barrieren nicht. Setzen Sie Kinder nicht auf Gehegeeinfriedungen. Greifen Sie nicht in die Gehege.

Der aktuelle Fall zeigt: Es kann immer wieder einmal dumm ausgehen - und ein Kind in ein Gehege fallen. Wer daran letztlich schuld ist, ist eine müßige Diskussion. Letztlich dürfte eines klar sein: Kein Elternteil will solche Schockmomente erleben.

Werfen Sie keine Gegenstände in die Gehege. 

Eigentlich eine Regel, die vollkommen verständlich sein dürfte. Man selbst fände es wohl auch wenig lustig, wenn Spaziergänger in den eigenen Vorgarten einfach Dinge werfen. Füttern Sie die Tiere auch nicht - außer es ist ausdrücklich erlaubt.

Dieser Gorilla dreht den Spieß um und zeigt irischen Touristen deutlich, dass er nicht gefilmt werden will. 

Streicheln Sie die Tiere nicht. Weisen Sie auch Ihre Kinder darauf hin.

Die Tiere im Zoo sind Wildtiere. Sie erfreuen sich in den seltensten Fällen daran, gestreichelt zu werden. Machen Sie Ihrem Kind klar, dass der Löwe oder das Lama im Gehege nicht seinem Plüschtier zu Hause entspricht. 

Versuchen Sie nicht, den Tieren für ein gutes Foto besonders nahe zu kommen. Wenn Blitzen verboten ist, halten Sie sich daran.

Halten Sie Ihre Kinder auch nicht über die Brüstung, damit diese eine gute Aussicht haben. Die Eltern dieses kleinen Jungen hatten Glück im Unglück - sie konnten ihren Sohn retten, bevor die Geparden ihn entdeckt hatten.

Lassen Sie Ihre Kinder nicht aus den Augen.

Kinder sind flink, manchmal reicht eine unachtsame Sekunde, um eine Katastrophe auszulösen. Der Vierjährige, der am Samstag in das Gorilla-Gehege des Zoos von Cincinnati gefallen ist, ist über das Geländer geklettert - und von dort aus mehrere Meter in die Tiefe gestürzt. Damit er gerettet werden konnte, musste der Gorilla sterben.

Quellen: Zoo-Ordnung des Zoos Leipzig;  Zoo-Ordnung des Zoos KölnZoo-Ordnung Frankfurt

lea

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