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Humboldt-Universität Berlin: Kultusminister Olbertz soll Präsident werden

Der Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Jan-Hendrik Olbertz, wechselt voraussichtlich noch vor Ende der laufenden Legislaturperiode an die Spitze der Berliner Humboldt-Universität. Auf Empfehlung des Kuratoriums der Universität will er sich in Berlin zur Wahl stellen.

Neuer Präsident der Berliner Humboldt- Universität wird voraussichtlich Sachsen-Anhalts Kultusminister Jan- Hendrik Olbertz (parteilos). Der 55-jährige Professor für Erziehungswissenschaft sei definitiv der einzige Kandidat für die Wahl am 20. April, teilte die älteste Berliner Universität am Dienstag mit. Termin für den Amtsantritt ist Anfang 2011. Olbertz soll in Berlin Christoph Markschies ablösen, der auf eine Wiederwahl als Präsident der Humboldt-Universität verzichtet.

Als Bildungspolitiker ist Olbertz über die Grenzen von Sachsen- Anhalt hinaus aktiv - als Koordinator der Kultus- und Wissenschaftsminister der unionsgeführten Bundesländer. Er erklärte: "Man kann nicht alles ewig machen. Irgendwann schaut man sich nach Optionen um, die interessant und spannend sind. Das Thema Hochschulen und Wissenschaft brennt mir immer unter den Nägeln." Olbertz will in Sachsen-Anhalt aber erst noch "ein einvernehmliches Ende des Bildungskonvents" erreichen, eines Gremiums, in dem seit Jahren Fachleute über Bildungsreformen und vor allem die Schulstruktur diskutieren.

Olbertz wäre der dritte Minister, der die schwarz-rote Landesregierung in Magdeburg seit der Landtagswahl 2006 verlassen würde. In den vergangenen Monaten hatten schon Umweltministerin Petra Wernicke (CDU) und Gesundheitsministerin Gerlinde Kuppe (SPD) ihre Ämter aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben. Eine Nachfolgelösung für Olbertz gibt es nach Angaben einer Regierungssprecherin noch nicht.

DPA/APN / DPA