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Paar-Psychologie: Eisprung macht Männer eifersüchtig

Nie flirten Frauen mit so gern wie an ihren fruchtbaren Tagen. Allzu sicher sollten sie sich dabei jedoch nicht fühlen: Während des Eisprungs der Partnerin identifizieren Männer potenzielle Konkurrenten offenbar besonders zielstrebig.

Wenn Frauen ihre fruchtbaren Tage haben, sind ihre Partner besonders eifersüchtig. Laut einer Studie der Universität Liverpool empfinden Männer im Zeitraum um den Eisprung ihrer Partnerin potenzielle Konkurrenten als besonders bedrohlich.

In der Vergangenheit hatten Untersuchungen gezeigt, dass Frauen in der Zeit um den Eisprung Aussehen, Stimme und Geruch maskuliner Männer besonders attraktiv finden - offenbar wirken sie auf Frauen umso begehrenswerter, je höher ihr Testosteron-Spiegel ist. In dieser fruchtbaren Phase steigt demnach auch die Wahrscheinlichkeit für eine Affäre.

Maskuliner Typ als Gefahr wahrgenommen

Biologen aus Liverpool fanden nun heraus, dass Männer diese Gefahr bemerken. In der Studie sollten männliche Teilnehmer Gesichter anderer Männer als dominant oder weniger dominant bewerten.

Die Teilnehmer, deren Partnerinnen während des Tests ihre fruchtbaren Tage hatten, stuften maskuline Gesichter - etwa mit stark ausgeprägtem Kinn oder schmalen Lippen - deutlich dominanter ein als die anderen Männer. Sie erschienen den Probanden als größere Gefahr für ihre Beziehung.

Für diejenigen Männer, deren Frauen die Anti-Baby-Pille nahmen, galt dies laut einem Bericht der Zeitschrift "Evolution and Human Behaviour" jedoch nicht. Da die Pille den Eisprung verhindert und ein Seitensprung der Partnerin für sie keine missliebigen Konsequenzen hätte, ist ihre Wachsamkeit in diesem Zeitraum des weiblichen Zyklus offensichtlich nicht erhöht.

AP/aun / AP
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