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Sportverletzungen: Auf die Plätze! Fertig! Bruch!

Sport ist nicht immer gesund: Verletzungen können dem Spaß schnell ein Ende bereiten. Gut zu wissen, wie man sich schützen und helfen kann - und wann ein Arzt ran muss.

Von Torben Müller

Autsch! Die Baumwurzel lag gut verborgen unter dem Laub. Mal kurz nicht aufgepasst, schon ist der Fuß auf dem unebenen Grund umgeknickt. Jetzt schwillt am Sprunggelenk eine Kugel, die schon bei der kleinsten Bewegung höllisch schmerzt. Was tun? Die Zähne zusammenbeißen und weiterlaufen oder den Fuß ruhig stellen? Die Wunde kühlen oder wärmen? Zum Arzt gehen oder selbst kurieren?

Jedes Jahr verletzen sich laut einer Studie der Ruhr-Universität Bochum und der Arag-Versicherung 1,25 Millionen Sportler in Deutschland so schwer, dass sie ärztlich versorgt werden müssen. Es trifft sie im Wald, auf der Skipiste - und meist auf dem Fußballplatz. Zumindest unter Männern erleiden die Kicker am häufigsten Blessuren (58 Prozent aller Fälle), gefolgt von Hand-, Volley- und Basketballern. Frauen verletzen sich meist beim Hand- oder Volleyball (22 und 12 Prozent), bei der Gymnastik oder dem Turnen.

Fußball ist gefährlich

Das vergleichsweise hohe Risiko bei Ballspielen ist kein Zufall: "Sportarten wie Fußball oder Tennis, in denen die Athleten oft abrupt abstoppen müssen, sind am gefährlichsten", sagt der hannoversche Sportmediziner und Betreuer der Leichtathletiknationalmannschaft, Uwe Wegner. "Wenn der Fuß beim Bremsen bereits fest auf dem Boden steht, muss die Muskulatur maximale Kraft entwickeln, um den Körper abzufangen."

Eine kritische Situation, vor allem wenn mit fortschreitender Belastung Energie und Konzentration nachlassen. Die Folge: Das Bremsen oder die Drehung gelingen nicht mehr optimal, Bänder und Gelenke knicken um oder verdrehen sich, es kommt zu Verstauchungen oder schlimmeren Verletzungen. Kein Wunder, dass beim Sport besonders oft Sprung- und Kniegelenke in Mitleidenschaft gezogen werden. Hals, Hüfte oder Oberarm bleiben dagegen meist unversehrt.

"Viele Unfälle geschehen, weil die Muskeln müde sind und die Koordination nicht mehr stimmt", sagt Wegner. "Regelmäßiges moderates Training schützt deshalb am wirksamsten vor Verletzungen." Je fitter der Körper, desto geringer die Gefahr eines Fehltritts. Spezielle Hilfsmittel wie der Gymnastikkreisel simulieren unebenes Gelände und trainieren so Muskeln und Bänder besonders gut.

Pause, Eis, Compresse, Hochlagerung

Und wenn doch etwas passiert? Dann empfiehlt Wegner die PECH-Methode: Pause, Eis, Compresse, Hochlagerung. "Grundsätzlich sollten Sportler nach einem Zwischenfall die Belastung stoppen", sagt er. Vor allem Ballsportler spielten jedoch oft weiter. "Die spüren in der Stresssituation den Schmerz kaum und unterschätzen die Verletzung - und dann wird die Blessur noch größer."

Gekühlt wird die Verletzung mit Eis (Würfel nicht direkt auf die Haut legen, lieber in ein Tuch wickeln) oder kaltem Wasser. Das lindert die Schmerzen. "Entscheidender ist aber die Kompresse oder ein Druckverband", sagt Wegner. Diese verhindern wie die Hochlagerung, dass an der beschädigten Stelle Blut in das umliegende Gewebe fließt und sich die Vernarbung ausweitet. Das ist wichtig, weil vernarbtes Gewebe nicht so geschmeidig wie unversehrtes ist und die Leistungsfähigkeit des Muskels mindert. Mindestens einen Tag lang sollte die Kompresse getragen werden, denn 24 Stunden nach dem Unfall ist die Schwellung am größten. Damit sich die Narben in Richtung der Muskelfasern ausrichten, ist bei Muskelzerrungen sofortiges vorsichtiges Dehnen wichtig. Doch Achtung: Immer nur an die Schmerzgrenze herandehnen, niemals darüber hinaus.

Und wann sollte man zum Arzt gehen? "Bei Verdacht auf Knochenbruch oder Bänderriss und grundsätzlich bei Beschwerden in Fuß, Knie und Hüfte", sagt Wegner. Auch bei Unsicherheiten sei es besser, einen Mediziner um Rat zu fragen. Die Zähne zusammenzubeißen und den Schaden zu bagatellisieren kann sich dagegen rächen. Wegner: "Jeder verlorene Behandlungstag verlängert die Heilung um eine Woche."

Tennisellenbogen und Sehnenreizung

Langwieriger als viele akute Verletzungen sind Sportschäden wie der Tennisellenbogen oder die Sehnenreizung, die oft über Monate oder Jahre entstehen. "Hinter diesen Beschwerden stecken fast immer technische Fehler", sagt Wegner. Eine falsche Schlaghaltung beim Golf, zu wenig Streckung beim Laufen oder eine schlechte Fußstellung beim Radfahren. Diese Mängel zu finden und abzustellen ist so wichtig wie eine gute Therapie - sonst werden die Beschwerden womöglich zum Dauerproblem.

Egal, ob Schaden oder akute Verletzung, Bewegung ist meist trotz Einschränkungen weiter möglich. Wegner: "Manchmal reicht es aus, einfach die Belastung zu reduzieren. In schwereren Fällen muss man auf einen anderen Sport ausweichen." Lange Verletzungspausen sind heute nur noch in Ausnahmefällen üblich. Galt früher, dass Patienten zum Beispiel nach Bänderrissen im Sprunggelenk den Fuß vier Wochen ruhig stellen sollten, raten Ärzte heute dazu, sofort bei Schmerzfreiheit mit Unterstützung einer Schiene die ersten Schritte zu machen.

Dabei geht es jedoch weniger darum, fit zu bleiben. Die (vorsichtige) Bewegung fordert den Körper und fördert auf diese Weise die Heilung. "Ein Band braucht Zug, um sich zu regenerieren", sagt Wegner. Und auch ein Knochen muss nach dem Zusammenwachsen wieder belastet werden, um die alte Robustheit zurückzuerlangen. Abwarten auf dem Sofa bringt da wenig - das stärkt höchstens das Sitzfleisch.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(