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Zeitumstellung: Eine Stunde länger schlafen

In der Nacht zum Sonntag beginnt die Winterzeit. Nachts um drei werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt. Trotz der längeren Nacht fühlen sich viele in der Woche nach der Zeitumstellung müde und schlapp.

Zum Beginn der Winterzeit werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt

Zum Beginn der Winterzeit werden die Uhren eine Stunde zurückgestellt

In der Nacht zum Sonntag endet in Deutschland die Sommerzeit. Zeitgleich mit allen anderen EU-Staaten und den meisten anderen europäischen Nachbarn werden die Uhren um drei Uhr morgens um eine Stunde zurückgestellt - die Nacht "verlängert" sich also entsprechend. Grundlage für die Zeitumstellung ist eine EU-weite Regelung, wonach die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) in allen Mitgliedstaaten jeweils am letzten Sonntag im März beginnt und am letzten Sonntag im Oktober endet. Im März werden die Uhren also jeweils um eine Stunde vorgestellt.

Als Taktgeber für den Wechsel von Sommer- zu Winterzeit fungiert in Deutschland die Atomuhr der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig. Über einen Sender werden die Signale übertragen, durch die sich die Funkuhren automatisch an die Zeitumstellung anpassen. Die nächste Sommerzeit beginnt am 29. März 2009. Dann wird die eine Stunde Schlaf wieder "gestohlen".

Hartnäckige Sommerzeit-Gegner sind meist über 60 Jahre alt

Laut einer Umfrage, die die Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) in Auftrag gab, macht die Zeitumstellung vielen Berufstätigen zu schaffen. Von 1000 Befragten gab jeder fünfte zwischen 30 und 44 Jahre an, sich in den Tagen nach der Umstellung müde und schlapp zu fühlen. 14 Prozent nannten leichte Schlafstörungen, jeder zwölfte Konzentrationsprobleme. "Junge Leute können sich generell besser an die neue Zeit anpassen", sagt DAK-Ärztin Waltraut Pfarrer. Berufstätige im mittleren Alter seien zumeist starken Belastungen und Stress im Alltag ausgesetzt. "Kommt die Zeitumstellung noch hinzu, fällt es ihnen oft schwerer, den gewohnten Rhythmus wieder zu finden." Spätestens nach 14 Tagen sollte sich aber auch bei ihnen die innere Uhr auf Normalzeit umgestellt haben.

Junge Leute stört die Zeitumstellung laut der Umfrage am wenigsten - doch sie wissen meist nicht, ob sie eine Stunde mehr oder weniger schlafen können. Die hartnäckigen Gegner der Sommerzeit sind meist über 60 Jahre alt. Doch sie wissen ganz genau, in welche Richtung sie bei der Rückkehr zur Normalzeit die Uhrzeiger drehen müssen.

DPA/AFP / DPA