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Neuseeland: 200 Wale stranden in berüchtigter "Todesfalle"

140 Freiwillige versuchen, die Meeressäuger zu retten - doch für etliche ist es schon zu spät. Der Küstenstreifen, an dem sich dieses Drama abspielt, ist als Neuseelands "Todesfalle" für Wale bekannt.

Helfer versuchen die rund 200 Wale zu retten 

Helfer versuchen die rund 200 Wale zu retten 

Rund 200 Grindwale sind an der Küste Neuseelands gestrandet. Mindestens 24 von ihnen seien bereits verendet, teilte die Umweltbehörde des Landes mit. Die Meeressäuger seien bei Farewell Spit entdeckt worden, einer schmalen Landzunge an der Nordspitze der Südinsel. Einige der Tiere seien bis zu sechs Meter lang.

Mitarbeiter der Umweltbehörde und Freiwillige wollten bei Einsetzen der Flut versuchen, die Wale in tieferes Wasser zu leiten. Die Behörden baten die Tierschutzorganisation Project Jonah um Unterstützung. Diese ist auf solche Rettungsaktionen spezialisiert.

An den Küsten Neuseelands kommt es immer wieder zu massiven Strandungen von Walen. Zuletzt waren im November 2014 mehrere Tiere im Ohiwa-Hafen verendet oder mussten eingeschläfert werden. Der Küstenstreifen ist als "Todesfalle" für Wale berüchtigt.

Grindwale können bis zu sechs Meter lang werden und sind die häufigste Walart in neuseeländischen Gewässern. Wissenschaftler rätseln darüber, wieso die Meeressäuger immer wieder in großen Gruppen stranden. Vermutet wird unter anderem, dass die Wale in flachem Gewässer Orientierungsprobleme haben oder dass gesunde Tiere ihren gestrandeten Artgenossen zur Hilfe kommen wollen.

mh/DPA / DPA