Antarktis Olles Eis


Als das Wasser zu den Eisstücken gefror, die japanische Wissenschaftler aus der Antarktis gebohrt haben, gab es den modernen Menschen noch nicht. Das rund eine Million Jahre alte Eis soll Aufschluss über den Klimawandel geben.

Die zylinderförmigen Eisstücke seien die bislang ältesten, die Experten an die Erdoberfläche gebracht hätten, hieß es bei der Präsentation von japanischen Wissenschaftlern in Tokio. Die Wissenschaftler hatten mehr als zwei Jahre benötigt, um die Stücke in drei Kilometer Tiefe aus der Antarktis herauszubohren.

Mehr CO2 und Methan als vor 650.000 Jahren

Eisschichten enthielten im Kern uralten Schnee, sagte der Projektleiter Hideaki Motoyama vom Nationalen Institut für Polarforschung. Der nun geborgene Eisblock wiederum gebe im Vergleich mit anderen Stichproben Aufschluss über Veränderungen von Temperatur, Kohlendioxidmengen und Methananreicherungen. Zudem hofften die Experten, auf kleine Organismen zu stoßen und so deren Evolution untersuchen zu können.

Einer im vergangenen Jahr veröffentlichten Studie zufolge sind die Kohlendioxid- und Methangasmengen heutzutage wesentlich höher als in den vergangenen 650.000 Jahren.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker