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Geheimprojekt 3-D-Weltkarte: Von der Leyens ultrateurer Daten-Deal

Die Verteidigungsministerin will 475 Millionen Euro für ein 3-D-Modell der Erdoberfläche zahlen. Grotesk: Für die Satelliten, die die Daten erheben, hat der Staat schon einmal bezahlt.

Von Hans-Martin Tillack

Die Grafik zeigt, wie die beiden Satelliten TanDEM-X und TerraSAR-X die Erde vermessen

Die Grafik zeigt, wie die beiden Satelliten TanDEM-X und TerraSAR-X die Erde vermessen

Der Saal im vierten Stock des Verteidigungsministeriums in Berlin ist so geheim, dass sogar seine Nummer geheim ist - die A4 100. Er wird "das U-Boot" genannt, wohl wegen der massiven Stahltüren, durch die man ihn betritt und die ihn abhörsicher machen. Hier wird Ministerin Ursula von der Leyen regelmäßig über die Lage in den Einsatzgebieten der Bundeswehr gebrieft. Wer hereingelassen wurde, dem zeigen Displays an, welche Geheimhaltungsstufe gerade gilt. Der sogenannte Führungsraum im Bendlerblock ist der am besten abgeschirmte Ort des Ressorts.

Dieser Tage bat das Verteidigungsministerium eine Reihe von Abgeordneten des Bundestages in das U-Boot - einen nach dem anderen und unter hoher Geheimhaltung. Der Grund: Von der Leyen will, dass der Bundestag ihr Geld bewilligt, viel Geld. Sie braucht 475 Millionen Euro für ein Projekt, das in ein extrem detailliertes 3-D-Bild der gesamten Landoberfläche der Erde münden soll. Bei künftigen Bundeswehreinsätzen soll diese globale dreidimensionale Landkarte Panzern in schwierigem Terrain den Weg weisen und Flugzeugen die Navigation im Tiefflug erleichtern.

Strikte Geheimhaltung

Die Bundeswehr will dafür Rohdaten kaufen und auswerten, die zwei deutsche Radarsatelliten namens TanDEM-X und TerraSAR-X in einer dreijährigen Mission gesammelt haben. Sie umkreisen in 500 Kilometer Höhe die Erde und haben die Landoberfläche des Planeten komplett vermessen. In der Vertikalen liegt die Auflösung der Radarbilder bei nur zwei Meter, in der Horizontalen bei zwölf.

Beim Koalitionspartner SPD hat von der Leyen durchaus Unterstützung für das Vorhaben. "Das bewegt sich am oberen Ende der militärischen Grundfähigkeiten", räumt der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses des Bundestages, Hans-Peter Bartels (SPD), ein. Aber er fügt hinzu: "Das sind Landkarten mit heutigen technischen Mitteln. Landkarten braucht man immer."

Neben Deutschland sollen nun die USA gleichberechtigt als weitere "Lead-Nation" an der Auswertung der Daten teilhaben; das geht aus einem Papier des Verteidigungsministeriums hervor, das dem stern vorliegt. Die Amerikaner bekämen diesen Zugriff, weil sie im Gegenzug den Deutschen immer wieder Fotos überließen, die US-Spionagesatelliten geschossen hätten, hörte ein Abgeordneter. Die Kooperation mit den USA - die ja viel stärker als die Bundesrepublik weltweit Militär im Einsatz und darum Bedarf an den "Geoinformationen" haben - ist offenbar auch ein Grund für die hohe Geheimhaltung.

Multinationale Kooperation

Neben Deutschen und Amerikanern sollen sich nach jetzigem Stand 27 weitere Staaten, vor allem aus EU und Nato, an der Auswertung beteiligen und dafür Zugang zu den Daten bekommen. Anfragen gibt es sogar aus Kanada und Australien. Nur in einer großangelegten multinationalen Kooperation lässt sich der riesige Datensatz offenbar bewältigen - sonst wäre die Sache noch teurer. Denn die Rohdaten haben einen Umfang von über 2,5 Petabyte - oder zweihundertfünfzigtausend-Milliarden Bytes.

Küsten von Gewässern müssten von der Bundeswehr und ihren Partnern zum Beispiel aufwendig "per Hand editiert werden", sagt ein Insider. Aber besteht angesichts verfallender Kasernen und flugunfähiger Hubschrauber wirklich ein so "dringlicher Bedarf" an diesen Daten, wie es die Bundesregierung darstellt?

Auch Kanzleramt soll Zugang haben

Allerdings: Das 3-D-Modell der Erdoberfläche soll am Ende auch anderen Ressorts der Bundesregierung zur Verfügung stehen; im Verteidigungsministerium nennt man explizit das Kanzleramt, dem auch der Bundesnachrichtendienst (BND) untersteht. Und dann gibt es da noch eine weitere Tatsache, über die das Verteidigungsministerium bisher nicht offen spricht: Gerade die automatisierten Kampfsysteme der Zukunft, an denen vor allem die Amerikaner mit Hochdruck arbeiten, brauchen präzise Geodaten, um sich im Gelände zu orientieren. "Bei Höhenunterschieden haben Roboter und Computer Schwierigkeiten", sagt Sandro Gaycken, Cybersecurity-Experte an der European School of Management and Technology (EMST) in Berlin.

Das Problem der Roboter und Drohnen: Sie haben Schwierigkeiten, ein zweidimensionales Bild als Abbild einer dreidimensionalen Wirklichkeit wahrzunehmen. Da können die Daten der beiden deutschen Radarsatelliten helfen.

DLR trug 80 Prozent der Kosten

Fragen wirft das Projekt noch aus einem anderen Grund auf: Das Sammeln der Daten hat der Steuerzahler schon einmal finanziert. Das staatliche Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hatte zusammen mit einer Tochter des Luftfahrt- und Rüstungskonzerns Airbus die Satelliten ins All gebracht. Von den 400 Millionen Euro, die der Aufbau des Systems kostete, trug das DLR satte 80 Prozent.

Trotzdem will nun von der Leyen erneut die Rechte an den Radardaten erwerben und zwar von Airbus. Das DLR nämlich darf sie nur für wissenschaftliche Zwecke weitergeben; die kommerziellen Rechte liegen bei der Industrie. So hatten es DLR und Airbus, die frühere EADS, beim Start des Projekts vereinbart. Dem Linken-Haushaltspolitiker Michael Leutert ist es jetzt "unbegreiflich, dass wir etwas bezahlen sollen, was bereits öffentlich gefördert wurde".

Verteidigungsministerium schweigt

Das Verteidigungsministerium ließ bisher alle Fragen des stern zu dem Thema unbeantwortet. Womöglich hatte man dort die Sache beim Start der Satellitenmission schlicht verschlafen. Das legt jedenfalls eine Stellungnahme des DLR nahe: "Konkrete Interessensbekundungen jenseits der wissenschaftlichen Nutzung lagen bei Projektbeginn weder von privater Seite noch von öffentlichen Stellen, einschließlich Bundeswehr vor", sagte ein Sprecher des Zentrums auf Anfrage.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(