US-Demokraten kritisieren die hohen Kosten des Krieges. Chamenei trotz Verletzungen angeblich „wohlauf“. Deutschland gibt Ölreserven frei. Alle Entwicklungen zum Irankrieg im Liveblog.
Wichtige Updates
Matthias Urbach
Hier die aktuell wichtigsten Meldungen:
- Der Iran greift Israel und die Golfstaaten erneut mit Raketen und Drohnen an.
- Mehr als 11 Milliarden Dollar kosteten die USA allein die ersten sechs Tage des Krieges. Die US-Demokraten kritisierten bereits die Kosten.
- Irans Polizeichef erklärt, jeder Demonstrant im Iran werde als Feind gesehen: „Unsere Männer haben den Finger am Abzug“.
- Israel verlegt Truppen vom Gazastreifen an die Grenze zum Libanon – die Angst vor einer Bodenoffensive wächst.
- Die Bundesregierung und die USA wollen Ölreserven freigeben.
- Wirtschaftsministerin Reiche kündigt an, Tankstellen sollen künftig nur noch einmal am Tag den Spritpreis erhöhen dürfen
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Matthias Urbach
Die USA wollen insgesamt 172 Millionen Barrel Rohöl aus ihrer strategischen Reserve freigeben. Damit werde ab kommender Woche begonnen. Das erklärt das US-Energieministerium. Zuvor hatte die Internationale Energieagentur IEA mit ihren Mitgliedsstaaten beschlossen, Öl aus den strategischen Reserven auf den Markt zu werfen. Auch Deutschland beteiligt sich. Insgesamt sollen es 400 Millionen Barrel Rohöl sein, die USA tragen also den Löwenanteil. 400 Millionen Barrel, auch Fass genannt, entspricht knapp 64 Milliarden Litern.
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Matthias Urbach
Bei einem Angriff auf zwei Öltanker vor der irakischen Küste ist mindestens ein Matrose getötet worden. Das teilt das irakische Staatsfernsehen mit. 38 weitere Leute der Crew seien bislang gerettet worden. Es werden aber noch Seeleute vermisst.
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Thomas Krause
US-Ausschuss: mehr als 11 Milliarden Kriegskosten
Beamte aus der Regierung von Präsident Donald Trump schätzen die Kosten der USA für die ersten sechs Tage des Krieges auf mindestens 11,3 Milliarden Dollar. Die Zahl sei in einer Sitzung hinter verschlossenen Türen für Senatoren am Dienstag genannt worden, berichten Insider laut der „New York Times“.
Das umfasse aber nicht die gesamten Kosten des Krieges. Aus dem Umfeld des Kongresses heißt es, man gehe davon aus, dass das Weiße Haus dem Kongress bald einen Antrag auf zusätzliches Geld für den Krieg vorlegen werde. Einige Beamte sagen, der Antrag könnte sich auf 50 Milliarden Dollar belaufen, während andere diese Schätzung für zu niedrig hielten.
Das umfasse aber nicht die gesamten Kosten des Krieges. Aus dem Umfeld des Kongresses heißt es, man gehe davon aus, dass das Weiße Haus dem Kongress bald einen Antrag auf zusätzliches Geld für den Krieg vorlegen werde. Einige Beamte sagen, der Antrag könnte sich auf 50 Milliarden Dollar belaufen, während andere diese Schätzung für zu niedrig hielten.
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Thomas Krause
Irans Präsident Massud Peseschkian formuliert Bedingungen für ein mögliches Kriegsende. Der einzige Weg zu einem Stopp der Kämpfe seien „feste internationale Garantien“ für ein dauerhaftes Ende aller Angriffe, schreibt er auf X. Peseschkian fordert außerdem Reparationszahlungen. Zudem müssten die „legitimen Rechte des Irans“ anerkannt werden.
Welche Rechte er konkret meint, sagte Peseschkian nicht. Beobachter der iranischen Innenpolitik gehen davon aus, dass er auf die Wahl des neuen obersten Führers und dessen internationale Anerkennung anspielt.
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Thomas Krause
US-Präsident Donald Trump will mit der Freigabe strategischer Reserven den rasant gestiegenen Ölpreis stabilisieren. „Wir werden das machen, und dann füllen wir sie wieder auf“, sagte er dem Sender Local 12 über die Reserven. Die Maßnahme werde die Preise wieder nach unten bringen. In welchem Umfang er den Vorrat anzapfen will, sagte Trump nicht.
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Thomas Krause
Die EU warnt einem Medienbericht zufolge vor einem Anstieg der Inflation auf über drei Prozent im laufenden Jahr. Dies drohe, falls der Krieg im Nahen Osten den Preis für die Ölsorte Brent auf rund 100 Dollar treibe und Erdgas teuer bleibe, meldet die Agentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Das Wachstum für 2026 würde dann um bis zu 0,4 Prozentpunkte geringer ausfallen als die prognostizierten 1,4 Prozent. EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis habe die Finanzminister in den vergangenen Tagen darüber unterrichtet.
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Thomas Krause
Nach Deutschland geben auch die USA ihre strategischen Ölreserven im Iran-Krieg teilweise frei. US-Präsident Donald Trump sagte einem Lokalsender in Cincinnati im Bundesstaat Ohio, der US-Ölvorrat werde „ein bisschen reduziert, und dadurch sinken die Preise“. Die USA, Deutschland und die anderen Mitgliedsländer der Internationalen Energie-Agentur (IEA) hatten zuvor die bislang größte Freigabe ihrer Notfallreserven beschlossen.
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Thomas Krause
Der Iran wirft Außenminister Johann Wadephul vor, im Iran-Krieg einseitig Position zugunsten Israels zu beziehen. Außenamtssprecher Ismail Baghaei schrieb auf X, Wadephul stelle sich auf „die Seite des Angreifers“ und ignoriere, dass Israel den Iran angegriffen und iranische Zivilisten getötet habe. Wer „Ungerechtigkeiten und Gräueltaten“ übersehe, stehe auf “der falschen Seite der Geschichte“.
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Thomas Krause
Mehr als 1100 Deutsche sind mit Evakuierungsflügen aus der Golfregion nach Hause gebracht worden. Das teilt das Auswärtige Amt in Berlin im Onlinedienst X mit. „Mein Dank gilt allen Kollegen, die Tag und Nacht Ausreisen organisiert und auch mit der Reiseindustrie zusammengearbeitet haben“, erklärte Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) seinem Ministerium zufolge.
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Thomas Krause
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verurteilt die Angriffe des Irans auf Golfstaaten und andere Länder der Region. 13 der 15 Mitglieder des Rates stimmten in New York für den von dem nichtständigen Mitglied Bahrain eingebrachten Text. Russland und China enthielten sich. Die Resolution baut auch auf die Unterstützung von zahlreichen weiteren Staaten, die dem Sicherheitsrat derzeit nicht angehören.
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Thomas Krause
US-Präsident Donald Trump plant einem Medienbericht zufolge den Einsatz von Notstandsgesetzen, um dem Energieunternehmen Sable Offshore die Wiederaufnahme der Ölförderung vor der kalifornischen Küste zu ermöglichen. Trump bereite sich darauf vor, Behörden auf Grundlage des Defense Production Act anzuweisen, sich über Gesetze des Bundesstaates hinwegzusetzen und den Weg für Genehmigungen für Sable zu ebnen, meldet die Agentur Bloomberg unter Berufung auf einen Insider. Ziel sei es, die durch den Krieg gegen den Iran verursachte weltweite Ölknappheit zu lindern. Die Aktien von Sable steigen im Handelsverlauf um 16,3 Prozent auf 16,75 Dollar.
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Thomas Krause
Die radikal-islamische Hisbollah-Miliz im Libanon und der Iran haben nach Angaben aus israelischen Militärkreisen einen gemeinsamen Raketenangriff auf den Norden Israels verübt. Dies sei der erste koordinierte Schlag seit Kriegsbeginn, sagt eine mit dem Vorgang vertraute Person. Stellungnahmen der Hisbollah und der Regierung in Teheran liegen zunächst nicht vor.
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Thomas Krause
US-Innenminister Doug Burgum rechnet angesichts des Iran-Konflikts und der gestiegenen Preise mit einer baldigen Ausweitung der Ölförderung durch US-Konzerne. Er gehe davon aus, dass die Unternehmen als Reaktion auf die Preissignale und den aktuellen Bedarf ihre Produktion steigern würden, sagt Burgum dem Sender CNBC. Das Innenministerium ist in den USA unter anderem für die Verwaltung der Bodenschätze zuständig.
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Kai Müller
Friedrich Merz hat den Iran-Angriff erst gelobt, vor Folgen gewarnt, ihn gelobt und nochmal gewarnt. Die Bürger haben in der Frage ein Recht auf Klarheit (stern+):
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DPA · AFP · Reuters · SID
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