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Erdüberlastungstag Der Ressourcenverbrauch der Menschheit ist so groß wie nie

Alte und neue Energieformen in einem Bild: Steinkohle in einem Kohlehafen am Mittellandkanal und im Hintergrund ein Windkraftrad
Alte und neue Energieformen in einem Bild: Steinkohle in einem Kohlehafen am Mittellandkanal und im Hintergrund ein Windkraftrad
© Mia Bucher / Picture Alliance
Um den verschwenderischen Ressourcenverbrauch der Menschen darzustellen, kann man den Erdüberlastungstag berechnen. An diesem Datum hat die Menschheit theoretisch ihr Jahresbudget an natürlichen Ressourcen verbraucht – und er kommt immer früher.

Der Tag, an dem die Menschheit ihr Budget an natürlichen Ressourcen für das Jahr aufgebraucht hat, wurde 2021 bereits am 29. Juli erreicht. Noch nie seit Beginn der Messung lag der sogenannte "Earth Overshoot Day" so früh im Jahr. Etwa 42 Prozent des Jahres waren noch übrig, für die die weltweiten Ressourcen theoretisch hätten gespart werden sollen. Den Expert:innen zufolge wird der Erdüberlastungstag auch dieses Jahr wieder in den Juli fallen – vermutlich sogar früher als 2021.

Erdüberlastungstag: Der Ressourcenverbrauch der Menschheit ist so groß wie nie

Das Datum des Erdüberlastungstags ist laut Global Footprint Network in den letzten 20 Jahren um ganze zwei Monate vorgerückt. Nur das Jahr 2020 war eine leichte Zäsur im Trend. Die weltweit heruntergefahrene Wirtschaft und der damit einhergehende geringere Energieverbrauch haben dazu geführt, dass zum Erdüberlastungstag am 22 August noch rund 36 Prozent des Jahres übrig waren - zuletzt trat der Tag 2005 so spät ein. Einigermaßen im Einklang standen Angebot und Nachfrage zuletzt Anfang der 70er. Schuld sind vor allem die westlichen Industrienationen, wie eine weitere Statista-Grafik zeigt. Würden alle Menschen so leben wie in den USA, bräuchten wir fünf Erden. Für den deutschen Lebensstil bräuchte es hochgerechnet drei Erden. 

tis/Statista

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