ENTDECKUNG Forscher entdeckt neue Affenarten


Ein niederländischer Forscher hat im brasilianischen Amazonasgebiet zwei bislang unbekannte Affenarten entdeckt, die die Größe kleiner Katzen haben.

Im Amazonasgebiet in Brasilien sind zwei bislang unbekannte Affenarten entdeckt worden. Die Primaten - benannt als Callicebus bernardi und Callicebus stephennashi - haben die Größe kleiner Katzen, wie das Fachmagazin »Neotropical Primates« in seiner jüngsten Ausgabe berichtet. Entdeckt wurden sie vom Niederländer Marc Van Roosmalen, der für das brasilianische Nationalinstitut für Amazonasforschung in Manaus arbeitet.

Dunkelorange Koteletten und Brust

Der Bernardi-Affe, den Roosmalen nach dem niederländischen Prinzen Bernhard benannt hat, ist 37,5 Zentimeter groß und hat einen 55 Zentimeter langen schwarzen Schwanz mit einer weißen Spitze. Charakteristisch sind dem Bericht zufolge seine dunkelorangen Koteletten, Brust und Beininnenseiten. Sein Rücken ist rotbraun. Im Durchschnitt wiegt ein Bernardi-Affe 950 Gramm.

Die zweite neu beschriebene Spezies, der durchschnittlich 690 Gramm schwere Stephennashi, ist ein silberfarbener Affe mit einer schwarzen Stirn und roten Koteletten, Brust und Beininnenseiten. Kopf und Körper messen 27,5 Zentimeter, der Schwanz ist 42 Zentimeter lang.

Weitgehend unerforschte Gegend

Van Roosmalen hat bereits fünf neue Affenarten beschrieben. Der niederländische Forscher sagte, er habe das Glück, in einer noch weitgehend unerforschten Gegend des Amazonas zu arbeiten, in der Nähe des Zusammenflusses von Madeira und Tapajos. Er habe etwa 20 weitere Spezies entdeckt, die aber noch wissenschaftlich beschrieben werden müssten. Diese will Van Roosmalen nach Personen benennen, die die Errichtung von Naturschutzgebieten in der Region finanziell unterstützen.


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