HOME

EVOLUTION: Kochen fürs Gehirn

Die Erfindung des Kochens und das Fleischessen könnten die Entwicklung des Menschen entscheidend vorangebracht haben.

Die Erfindung des Kochens und das Fleischessen könnten die Entwicklung des Menschen nach Ansicht britischer Forscher entscheidend vorangebracht haben. Ihre These: Da energiereiche Fleisch-Nahrung und gekochtes Essen bei der Verdauung nicht so viel Platz benötigten wie Pflanzenkost, habe sich der Darm des Menschen verkleinern und Energie einsparen können. Die gesparte Energie habe die Evolution wiederum ins Gehirn investieren können, berichtet das Magazin »bild der wissenschaft« in seiner Augustausgabe über die Theorie der Anthropologen Leslie Aiello von der University of London und Peter Wheeler von der University of Liverpool.

Gehirn-Volumen verdreifacht

Das beim modernen Menschen mit zwei Prozent der Körpermasse ungewöhnlich große Hirn verbrauche rund ein Fünftel der Energie des Organismus. Der Darmtrakt benötige nach dem Gehirn die meiste Energie, sei jedoch 900 Gramm leichter, als bei einem Säugetier von der Größe des Menschen zu erwarten sei, ergaben die Forschungen der Anthropologen. Skelettfunde hätten bewiesen, dass beim Vormenschen der Darm wesentlich größer gewesen sei. Das Volumen des Hirns habe sich dagegen in den vergangenen drei Millionen Jahren mehr als verdreifacht, führen die Forscher aus.

Themen in diesem Artikel