HOME

Grönland: Weiß-blaues kaltes Juwel

Auf Landkarten wird Grönland meist nur als große weiße Fläche dargestellt, doch die größte Insel der Welt besitzt einen ganz eigenen Zauber: Blaue Flüsse und leuchtende Seen unterbrechen eine endlos weiße Landschaft mit tiefen Rissen. Doch die Idylle ist bedroht.

Erst aus der Luft erschließen sich die Vielfalt und die Schönheit der weiten Landschaften Grönlands. Da gibt es zahllose tiefe Risse im Eis, Spalten und Gräben, blaue Flüsse und leuchtende Seen. Ganz vom Eis befreit sind aber nur schmale Streifen entlang der Küsten. Etwa 85 Prozent der Fläche Grönlands ist von Eis bedeckt, das teilweise bis zu 3.200 Meter dick ist und sich langsam bewegt: Die Eisdecke wird von der Mitte der Insel an die Ränder gedrückt.

Riesige Gletscher schieben sich langsam zwischen Bergrücken voran, bis sie abbrechen und als Eisberge in die Fjorde gleiten. Wissenschaftler haben entdeckt, dass die gewaltige Eisdecke dünner wird, und viele machen dafür die globale Erwärmung verantwortlich. Dies beeinflusst auch das Leben der rund 56.000 Bewohner von Grönland, die zumeist dem Eskimo-Volk der Inuit angehören und ihre Insel Kalaalit Nunaat nennen, das Land der Menschen. Die Auswirkungen könnten die Fischbestände verändern und die Lebensweise der Jäger beeinträchtigen, mit ihren Hundeschlitten große Strecken über Eis zurückzulegen.

Die zu Dänemark gehörende größte Insel der Welt ist mit ihren 2,2 Millionen Quadratkilometern größer als Deutschland, Frankreich, Spanien, Schweden und Großbritannien zusammen. Die eisfreien Zonen erstrecken sich auf etwa 340.000 Quadratkilometer. Zwischen der Süd- und der Nordspitze der Insel liegen 2.670 Kilometer. Die Küste hat eine Gesamtlänge von 40.000 Kilometern - das ist etwa die Länge des Äquators.

John McConnico/AP

Themen in diesem Artikel