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Internationaler Tag des Artenschutzes: Vielfalt nimmt weiter ab

Am Internationalen Tag des Artenschutzes hat der Naturschutzbund eine ernüchternde Bilanz zum Artenschutz in Deutschland gezogen. Trotz einzelner Erfolge beim Seeadler, Fischotter, Wolf und Luchs sei die Lage insgesamt weiterhin dramatisch.

„Die EU-Staaten haben sich verpflichtet, bis 2010 das Artensterben zu stoppen. Die Zeit läuft bald ab und konkrete Leistungen, wie der Artenverlust aufgehalten werden kann, stehen weiter aus“, sagte der Präsident des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) Olaf Tschimpke.

Die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten ist laut Nabu seit dem ersten Tag des Artenschutzes 1973 stark zurück gegangen. 43 Prozent und damit 226 aller Brutvogelarten Europas seien gefährdet. Selbst ehemals häufige Feldvögel sind seit 1980 um durchschnittlich 50 Prozent weniger geworden. Besonders alarmierend sei der Rückgang bei Arten wie Feldlerche, Grauammer und Rebhuhn, die nicht von der Ausweisung von Natura 2000-Gebieten nach der EG-Vogelschutzrichtlinie profitieren würden. „Wir stehen kurz davor, alle Spezialisten zu verlieren, selbst Allerweltsarten wie Spatz und Feldlerche verschwinden mehr und mehr“, warnte Tschimpke.

lea