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Komodo-Warane: 32 kleine Drachen-Echsen geschlüpft

Noch sehen sie niedlich aus: In einem indonesischen Zoo sind 32 der extrem seltenen Komodo-Warane geschlüpft. Die Echsenart mit einem mächtigen Schwanz, einem Gebiss mit 60 scharfen Zähnen und einer geschlitzten Zunge kann allerdings bis zu drei Meter lang werden.

Die geschlüpften Warane sind für den Zoo ein Glücksfall. Weniger als 4000 Exeplare der vom Aussterben bedrohten Tiere leben in freier Natur, die meisten sind auf den ostindonesischen Inseln zu finden. Vor den älteren Tieren muss sich der Nachwuchs in Acht nehmen, denn Komodo-Warane haben ihre eigene Brut nicht nur sprichwörtlich zum Fressen gern. Um sich zu schützen, leben die Jungtiere deshalb überwiegend auf Bäumen.

Ein Sprecher des Surabaya-Zoos sagte, die neugeborenen Warane seien alle in den vergangenen zwei Wochen geschlüpft. Weitere 14 Eier stünden noch unter Beobachtung. Die auch Komodo-Drachen genannten Tiere, die größten noch lebenden Echsen der Welt, werden in dem Zoo seit Anfang der 80er Jahre gehalten. Mit den Neuankömmlingen leben nun 66 Komodowarane in dem indonesischen Zoo.

Die Echsen können bis zu drei Meter lang und 70 Kilogramm schwer werden. Die meisten in freier Wildbahn lebenden Exemplare sind jedoch wesentlich kleiner, im Durchschnitt 1,8 Meter. Ihr Biss kann für Menschen tödlich sein. So hatte ein Komodo-Drache 2007 in Indonesien einen kleinen Jungen angegriffen und zerfleischt. Im Dezember 2006 sorgte das Waran-Weibchen Flora in England für Aufregung, als sie im Zoo von Chester ihre Eier selbst befruchtete und eine "Jungfrauengeburt" hatte.

AP / AP
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