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Nach zwei Fehlschlägen: Atomteilchen erfolgreich aufeinander geprallt

Nach anfänglichen technischen Problemen haben Wissenschaftler am europäischen Kernforschungszentrum Cern die Simulation des Urknalls auf den Weg gebracht. Ein Durchbruch sei gelungen, sagte Oliver Buchmüller, einer der Hauptbeteiligten des mit Spannung erwarteten Experiments.

Nach anfänglichen technischen Problemen haben Wissenschaftler am europäischen Kernforschungszentrum Cern die Simulation des Urknalls auf den Weg gebracht. Ein Durchbruch sei gelungen, sagte Oliver Buchmüller, einer der Hauptbeteiligten des mit Spannung erwarteten Experiments. Die Physiker ließen am Dienstag in einem gigantischen Teilchenbeschleuniger etwa hundert Meter unter der Erde an der Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich winzige subatomare Partikel aufeinanderprallen.

Mit den Experimenten, die eineinhalb bis zwei Jahre dauern sollen, wollen die Forscher physikalische Bedingungen wie kurz nach dem Urknall herstellen. Sie sind jedoch äußerst kompliziert. Der CERN-Wissenschaftler Steve Myers hatte sie im Vorfeld mit dem Versuch verglichen, zwei Nadeln durch den Atlantik zu schießen, die sich auf halbem Weg treffen sollen.

Der Teilchenbeschleuniger war nach mehr als einjährigen Reparaturarbeiten im November wieder angelaufen. Der milliardenteure LHC musste im September 2008 wegen schwerer Pannen kurz nach der Inbetriebnahme gleich wieder abgestellt werden. Beim Neustart lief der LHC zunächst nur mit gebremster Kraft an, seitdem werden Energie und Beschleunigung der Teilchen langsam erhöht.

AFP/Reuters / Reuters