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Protest gegen japanischen Walfang: Walforschung ganz ohne Blutbad

Mit einem Millionen-Programm will die australische Regierung die Forschung an Walen ausweiten, ohne dabei Meeressäuger zu töten. Damit wolle man Japan beweisen, dass wissenschaftliche Ergebnisse "auch ohne den Einsatz von Harpunen" erzielt werden könnten, erklärt Umweltminister Peter Garrett.

In das Projekt sollen sechs Millionen australische Dollar (gut drei Millionen Euro) investiert werden, wie Umweltminister Garrett am Montag bekanntgab. Die Forschungen sollen demnach kurz vor Beginn der Jagdsaison im Südmeer aufgenommen werden. "Wir wollen eine wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit diesen schönen Tiere, und nicht, dass sie ins Visier geraten, um für sogenannte Forschungszwecke zu sterben", sagte Garrett.

Das Programm ist Teil eines Gesamtpakets zum Schutz der Meeressäuger, mit dessen Hilfe auch die kommerzielle Walbeobachtung im Pazifik gefördert und eine unabhängige Bewertung des japanischen Walfangprogramms finanziert werden sollen. Japan nutzt ein Schlupfloch im internationalen Walfang-Moratorium, um unter Verweis auf Forschungszwecke pro Jahr Hunderte Wale abzuschlachten. Meist landet das Fleisch allerdings auf dem freien Markt. Das australische Programm soll Forschungspartnerschaften mit anderen Ländern - darunter auch Japan - dienen.

Auswirkungen auf die in Kürze beginnende diesjährige Jagdsaison wird es wohl nicht haben. Wie die Umweltschutzorganisation Greenpeace berichtet, haben japanische Walfangschiffe inzwischen einen Hafen im Südwesten Japans verlassen und sind in Richtung Antarktis aufgebrochen. Die Flotte sei unter stärksten Sicherheitsvorkehrungen ausgelaufen, hieß es. Japanische Walfänger wollen bis zu 935 Zwergwale und 50 Finnwale fangen. Abstriche an dem Programm werde es trotz internationaler Proteste und nachlassender Nachfrage nach Walfleisch nicht geben, hieß es in Tokio.

Die australische Regierung will ihre Forschungen laut Garrett unter Einsatz modernster Satellitentechnik vor allem aus der Luft betreiben: "Australien ist nicht der Ansicht, dass man Wale töten muss, um sie besser zu verstehen."

AP/AFP / AP
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