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Raumfahrt: Israelischer Astronaut an Bord der "Columbia"

Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat den Start der Raumfähre "Columbia" vorbereitet. Erstmals mit an Bord ist ein israelischer Astronaut. Die Raumfähre ist diesmal ausschließlich aus wissenschaftlichen Gründen unterwegs.

Unter den bislang schärfsten Sicherheitsvorkehrungen hat die US-Raumfahrtbehörde NASA am Donnerstag den Start der Raumfähre "Columbia" vorbereitet. Mit an Bord ist erstmals ein israelischer Astronaut, Luftwaffenoberst Ilan Ramon. Der Einsatz der Raumfähre dient dieses Mal ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken. Die europäische Raumfahrtbehörde ESA steuerte rund 80 Experimente bei, die während des 16-tägigen Flugs in der Schwerelosigkeit durchgeführt werden sollen.

Experimente rund um die Uhr

Die ESA stellte damit sieben der 31 Nutzlasten für die "Columbia" bereit. Die Astronauten arbeiten in zwei Schichten rund um die Uhr an den Experimenten zur Gesundheit und Sicherheit von Raumfahrern, zur Entwicklung neuer Technologien und zur Gewinnung neuer biowissenschaftlicher und physikalischer Erkenntnisse, wie die ESA mitteilte. Die Experimente sind in einem druckgeregelten Modul namens "Spacehab" untergebracht, das in der Ladebucht des Raumtransporters verankert und mit einem Tunnel mit der Mannschaftskabine verbunden ist.

"Wir sind vorsichtiger als je zuvor"

Der Sicherheitsbeauftragte der NASA, der frühere Geheimdienstmitarbeiter David Saleeba, stand schon seit Monaten in Kontakt mit der amerikanischen Heimatschutzbehörde. "Wir sind vorsichtiger als je zuvor", sagte Saleeba. Für den Start der Raumfähre sollte der Luftraum wieder weiträumig abgesperrt werden. Die Sperrung trat dieses Mal schon drei Stunden früher in Kraft, um die Betankung der Raumfähre mit dem hochexplosiven Wasserstoff abzudecken.

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