VG-Wort Pixel

Spektakulärer Zeitraffer Hier entsteht ein Wirbelsturm


Das kontinentale Klima im US-Bundesstaat Wyoming ist ein Garant für Wetterextreme. Einer Gruppe von Sturmjägern gelangen beeindruckende Bilder einer Superzelle - dem Geburtskanal von Tornados.
Von Oliver Noffke

Der Himmel wird dunkel. Ein Gewitter zieht auf. Mit zunehmender Höhe wird der Wind stärker und ändert seine Richtung: Gewitterwolken und rotierender Aufwind. Perfekte Vorraussetzungen für eine so genannte Superzelle, aus der sich besonders stabile Tornados bilden können, die über Stunden bestehen. Allerdings entwickelt sich nur aus zehn bis 20 Prozent aller Superzellen tatsächlich ein Wirbelsturm, der die Erde erreicht.

Im US-Bundesstaat Wyoming, östlich der Rocky Mountains herrschten am Wochenende perfekte Bedingungen für die Entstehung von Superzellen. Einer Gruppe von Sturmjägern gelangen dabei Aufnahmen, die gleichzeitig faszinieren und erfürchtig staunen lassen.

Neben der Gruppe Basehunters, die das Video bei Youtube veröffentlicht hat, waren auch andere Sturmjäger in der Nähe. Aus etwas größerer Entfernung lässt sich deutlich die Rotation der Gewitterwolke erkennen, als auch der nahezu messergerade untere Abschluss. Zur Entstehung von Tornados kommt es nicht, die Gewitterwolke hört langsam wieder auf sich zu drehen.

Von Sturmjägern werden Superzellen auch gern als Mutterschiff bezeichnet, weil sie an Ufos aus Science-Fiction-Filmen erinnern. Wie diese gigantischen Gewitterwolken zu Tornados werden, zeigt ein anderer Zeitraffer, der vor fast einem Jahr auf Youtube veröffentlicht wurde.

Das kontinentale Klima Wyomings gepaart mit den hohen Lagen an den Ausläufern der Rocky Mountains, sorgt regelmäßig für Wetterextreme. Im Winter werden die flachen, kargen Steppen oft innerhalb von Minuten von Blizzards überrollt. Selbst im Sommer sind Schneestürme noch möglich. Extreme Hitze an heißen Sommertagen und um bis zu 40 Grad Celsius kältere Nächte sind ideale Bedinungen für riesige Tornados. So wie am Wochenende in der Nähe des Clareton-Ölfeldes, nahe der Landesgrenze zu South Dakota.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker