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Tierischer Paarungstrieb: Kälte bringt Pandas in Wallung

Dass Pandas echte Sex-Muffel sind, ist weithin bekannt. Paarungsversuche in Zoos schlagen oft fehl, weil die Bären schlichtweg keine Lust auf die Lust haben. Doch die plötzliche Kälte in Thailand scheint den Vierbeinern auf die Sprünge zu helfen und verschafft ihnen jetzt schon Frühlingsgefühle.

Pornos, spezielle Diäten und künstliche Befruchtung - bisher schlugen alle Versuche fehl, ein Panda-Pärchen im Zoo von Chiang Mai in Thailand zur Zeugung von Nachwuchs zu bringen. Doch nun bekommen die Züchter Hilfe von der Wetterfee: eine ungewöhnliche Kältewelle scheint den Paarungstrieb der Tiere anzuregen. Die derzeitigen Temperaturen von um die vier Grad Celsius scheinen den neun Jahre alten Chuang Chuang und seine ein Jahr jüngere Partnerin Lin Hui in Wallung zu bringen, berichtet Zoo-Direktor Thanapath Pongpamorn. Lin Hui zeige Anzeichen von Paarungsbereitschaft und laufe hinter ihrem Partner her. Zudem sei gerade Paarungszeit.

Er hoffe, dass es durch die Kombination aus günstigem Wetter und saisonale Faktoren bald "gute Nachrichten" geben werde, sagte der Zoochef. Seit 2003 waren jegliche Versuche gescheitert, die Sex-muffeligen Pandas zur Paarung zu bewegen. Dabei griffen die Züchter zu den unterschiedlichsten Hilfsmitteln. Zuerst wurde Chuang Chuang auf Diät gesetzt. Anschließend spielten ihm die Pfleger 15-minütige "Panda-Pornos" vor, die Pandas bei der Paarung zeigten. Als auch danach die Bären nicht zum Sex bereit waren, besamten die Zoomitarbeiter Lin Hui 2007 mit Sperma ihres Partners. Jedoch wurde sie nicht trächtig.

Die Sex-Muffeligkeit der Panda-Bären ist weithin bekannt und dadurch ist eines der nationalen Symbole Chinas vom Aussterben bedroht. Von den schwarzweißen Riesenpandas leben nach chinesischen Angaben knapp 1600 in freier Wildbahn, etwa 250 Tiere sind in Zoos in China und weltweit untergebracht.

AFP / AFP