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Waldbrände auf Borneo: 1000 Orang-Utans gestorben

Orang-Utans sind massiv vom Aussterben bedroht und jedes Jahr sinkt ihre Zahl um 6000 Exemplare. Nun starben auf Borneo aufgrund von Waldbränden 1000 der seltenen Tiere - allerdings sind sie nicht verbrannt.

Etwa 1000 Orang-Utans sind nach Angaben von Tierschützern auf der indonesischen Insel Borneo in Folge von Waldbränden ums Leben gekommen. Willie Smits von der Borneo Orang-Utan Survival Foundation wies am Montag darauf hin, dass die Tiere aber nicht verbrannt seien. Der dichte Rauch treibe die Affen vielmehr aus ihren Lebensräumen in menschliche Siedlungen, wo viele von ihnen von Menschen erlegt würden, die wiederum ihre Ernte verteidigten.

Viele Waldbrände werden im Auftrag von Öl- und Holzfirmen gelegt

"Die Orang-Utans verhungern. Sie sind krank und viele, die wir behandeln, haben Verletzungen von Angriffen mit Macheten", sagte Smits. 120 Orang-Utans wurden in den letzten drei Monaten von der Stiftung behandelt, zehn bis 15 von ihnen starben. Smits schätzt, dass insgesamt 1000 der Affen in der diesjährigen Trockenzeit ums Leben gekommen seien.

Die Orang-Utans auf den Inseln Borneo und Sumatra sind durch die zunehmende Zerstörung der Wälder vom Aussterben bedroht. Im Jahr 2002 gab es noch rund 56.000 Orang-Utans, jedes Jahr sinkt die Zahl der Affen um etwa 6000. Während in einigen Teilen Borneos die Feuer durch starken Regen erloschen, blieb der Flughafen in Palangkaraya, der Hauptstadt der Provinz Central Kalimantan, weiter wegen schlechter Sicht geschlossen. Die meisten der jährlich auftretenden Waldbrände werden von Bauern entfacht oder im Auftrag von Öl- und Holzfirmen gelegt.

Reuters / Reuters
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