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Pine Island Gletscher Riesiges Eisschelf in der Antarktis geht immer schneller zurück – mit besorgniserregenden Folgen

Sehen Sie im Video: Eisschelf in der Antarktis schmilzt schneller als Forscher bisher annahmen.




Das Eis am Pine Island Gletscher in der Antarktis geht schneller zurück als es Wissenschaftler bisher angenommen haben. Und das könnte enorme Auswirkungen auf andere Gebiete in der Antarktis und den Meeresspiegel haben. Das ergibt eine Studie von Polarforscher Ian Joughin und seinen Kollegen, in denen sie den Rückgang am Gletscher seit 2009 analysieren. 


In einem Video der Forscher, das aus hochauflösenden Satellitenbildern besteht, sieht man, wie sich der Gletscher an der Küstenlinie entlang bewegt. Es bilden sich riesige Risse und massive Eisbrocken gehen von ihm ab. 


Von 2017 bis 2020 ist das Eisschelf beim Pine Island Gletscher um 12 Prozent schneller zurückgegangen als in den Jahren davor. Dabei verlor es etwa ein Fünftel seiner Fläche, das Eis zog sich 19 Kilometer weit zurück. 


Das Ergebnis der Studie deutet daraufhin, dass das Pine Island Schelfeis schneller schmilzt als die Forscher vermuteten. Statt Jahrhunderten könnte es nur Jahrzehnte dauern, bis es verschwunden ist. 


Christine Dow, Geografin sagt ggü. Live Science. 


„Die Veränderungen sind sehr schnell und besorgniserregend. Sie haben aber keine sofortigen katastrophalen Auswirkungen.“  


Der schnellere Rückgang des Pine Island Schelfeises könnte auch den Kollaps vom benachbarten Thwaites Gletscher begünstigen. Würden beide verschwinden, hätte das NASA-Berechnungen zufolge einen Anstieg der Weltmeere um 1,2 Meter zur Folge.   
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Das Eis am Pine Island Gletscher in der Antarktis geht schneller zurück als es Wissenschaftler bisher angenommen haben. Und das könnte enorme Auswirkungen auf andere Gebiete in der Antarktis und den Meeresspiegel haben. 

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