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Projekt Artemis: 65 Meter hoch und 28.000 km/h schnell: Das ist die neue Super-Rakete der Nasa

Sie ist der neue Superlativ der Weltraumfahrt: Die neue Nasa-Rakete Space Launch System (SLS) misst 65 Meter und ist damit so hoch wie ein 20-stöckiges Gebäude. Ab 2024 sollen Astronauten für eine Mission auf den Mond zurückkehren. Erstmals seit 1972.

NASA Rakete SLS

Setzte neue Maßstäbe in der Raumfahrt: Die neue NASA-Rakete Space Launch System

Die nächste Epoche der bemannten Mondmissionen wurde offiziell eingeläutet. Am Mittwoch hat die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa eine neue Rakete präsentiert, die ab 2024 zwei Astronauten zum Mond bringen soll. Die neue Rakete der Superlative misst knapp 65 Meter und soll eine Geschwindigkeit von bis zu 28.000 km/h erreichen können. Somit wäre die SLS die größte und leistungsstärkste Rakete der Raumfahrtgeschichte.

NASA Rakete SLS

Das bemannte Spaceshuttle Orion trennt sich auf halbem Weg zum Mond vom Rest der Rakete

Nasa-Chef Jim Bridenstine sprach bei der Präsentation in New Orleans von einem "sehr wichtigen Tag" für die Weltraumbehörde. Und nicht nur für die Raumbehörde ist das Projekt von erheblicher Bedeutung. Auch aus gesellschaftspolitischen Gesichtspunkten ist das Projekt ein Novum. Die letzte bemannte Fahrt zum Mond liegt knapp 50 Jahre zurück. Damals waren es ausschließlich Männer, die den Erdtrabanten aus nächster Nähe untersuchen konnten. Das soll sich 2024 ändern: "Dann bringen wir unsere erste Frau und unseren nächsten Mann zum Südpol des Mondes", so die Nasa.

Nasa-Besuch auf dem Mond als Generalprobe für den Mars?

Die SLS-Rakete ist Teil des sogenannten Artemis-Projekts der Nasa und kann als legitimer Nachfolger der Apollo-Missionen angesehen werden. Präsident Donald Trump initiierte Artemis im März 2019 mit angepeilten Kosten von etwa 6,2 Milliarden Dollar. Die Kosten für das Projekt stiegen aufgrund von Verzögerungen schon jetzt auf acht Milliarden Dollar an. 

Nach den geplanten Testflügen im kommenden Jahr soll ein unbesetztes Orion-Raumschiff in den Orbit geschossen werden. 2024 folgt dann der bemannte Flug zum Mond. Das Ziel der Astronauten wird der Südpol des Mondes sein, wo Wissenschaftler 2009 Wassereis entdeckten. Die Astronauten sollen das Eis untersuchen und Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten. "Wir wollen lernen, wie man in einer anderen Welt lebt und arbeitet", so Bridenstine. Der Flug zum Mond ist für die Nasa zudem als eine Art Generalprobe für ein noch wichtigeres Projekt zu sehen. Die Weltraumbehörde plant für die 2030er-Jahre Missionen zum Mars. Entsprechende Erkenntnisse zur Arbeit mit flüssigem Wasser auf fremden Planeten dürfte dafür von äußerst großem Interesse sein.

Quelle: Nasa

fk
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