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Skelette der Crew geborgen: Warum versank die H. L. Hunley? Rätsel um U-Boot des amerikanischen Bürgerkriegs gelöst

Als die H. L. Hunley im Jahr 2000 geborgen wird, sitzen die Skelette der Crew noch an ihren Plätzen. Dabei liegt das U-Boot zu diesem Zeitpunkt bereits mehr als 130 Jahre auf dem Meeresgrund. Was ist passiert, warum ist es gesunken?

Warum die U-Boot-Crew der H. L. Hunley für ihren eigenen Untergang gesorgt hat

H. L. Hunley: Das Rätsel um den Untergang des ersten U-Bootes, das je ein feindliches Schiff versenkt hat, scheint gelöst

Das Rätsel um den Untergang des ersten U-Bootes, das je ein feindliches Schiff versenkt hat, scheint gelöst. Die H. L.
Hunley wurde mit Muskelkraft angetrieben und war 1864 während des Amerikanischen Bürgerkriegs kurz nach einem Angriff auf ein Schiff gesunken. Die acht Seeleute starben sehr wahrscheinlich in Folge einer extrem starken Druckwelle, die eine von ihnen ausgelöste Explosion verursacht hatte. Das schreibt ein Team um Rachel Lance von der Duke University (US-Bundesstaat South Carolina) im Fachmagazin "PLOS ONE".

Die Waffe der H. L. Hunley war kein Torpedo im eigentlichen Sinne, sondern ein Fass mit Schießpulver, das an einem knapp fünf Meter langen Stab unter das feindliche Schiff gehalten und dort zur Explosion gebracht wurde. Bei ihrer ersten und letzten Mission versenkte die H. L. Hunley (Konföderierte) so zwar das Kriegsschiff USS Housatonic (Unionsstaaten). Doch der Preis war hoch. Die Wucht der sehr nahen Detonation war für die U-Boot-Crew fatal: Sie erlitten Lance zufolge Verletzungen an Lunge und Gehirn.

U-Boot wurde mit Muskelkraft angetrieben

Das zigarrenförmige, zwölf Meter lange U-Boot hatte keinen Motorantrieb. Damit es sich unter Wasser fortbewegte, mussten die Seeleute es mit Muskelkraft antreiben, indem sie kräftig an Handkurbeln drehten. Als man die H. L. Hunley im Jahr 2000 vor dem Hafen der Stadt Charleston (South Carolina) aus dem Atlantik barg, waren die Skelette der Crew-Mitglieder immer noch an ihren Plätzen entlang der Antriebswelle. Sie hatten keine Knochenbrüche erlitten. Es gab auch keine Anzeichen dafür, dass die Crew versucht hätte, sich aus dem sinkenden U-Boot zu befreien. Forscher rätselten deshalb, was sich im Inneren des U-Boots abgespielt haben könnte.

Rätsel gelöst: Druckwelle ließ Crew kaum eine Chance

Das Team um Lance hat errechnet, dass die Druckwelle nach dem Angriff auf die USS Housatonic den Seeleuten im U-Boot kaum eine Chance ließ. Die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer solchen Wucht tödliche Lungenverletzungen entstehen, sei sehr hoch. Auch Hirnverletzungen seien aufgrund der Nähe zu der gewaltigen Explosion, bei der mehr als 60 Kilogramm Schwarzpulver hochgingen, wahrscheinlich.

Die H. L. Hunley war bereits vor ihrem ersten Kriegseinsatz zur tödlichen Falle geworden. Bei Testläufen während der Entwicklung sank es gleich zweimal, 13 Menschen ertranken - darunter auch Namensgeber Horace L. Hunley. Der Privatier hatte das U-Boot 1863 aus einem alten Schiffsdampfkessel gebaut.

Forscherin Lance hat ihre Untersuchungen unter anderem an einem zwei Meter langen Nachbau des U-Boots gemacht. Mit Sensoren im Inneren des Modells maß sie die Folgen von unterschiedlich starken Druckwellen und Schwarzpulver-Explosionen. 

fs / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.