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Stiftung Warentest - Mascara: Luxusprodukte nicht besser als preiswerte

Mascaras versprechen oft besonders viel Volumen für die Wimpern. Herausragend gelang das jedoch keinem der Produkte im Versuch der Stiftung Warentest.

"Guter" Mascara muss nicht teuer sein

"Guter" Mascara muss nicht teuer sein

Voluminöse, lange und schwungvolle Wimpern - das wollen Frauen, wenn sie Volumenmascara verwenden. Eine "gute" Wimperntusche muss allerdings kein Vermögen kosten. Wer auf teure Markennamen verzichtet, spart bei Volumenmascara bis zu 80 Prozent. Das stellte die Stiftung Warentest, die 13 wasserfeste und nicht wasserfeste Volumenmascaras prüfte, jetzt in der aktuellen Februar-Ausgabe ihrer Zeitschrift test fest.

Eine "gute" wasserfeste Volumenmascara gibt es von Helena Rubinstein für 33 Euro. Ebenso "gut", aber deutlich günstiger, ist die Artdeco Perfect Volume Mascara Waterproof für 9,50 Euro. Ähnlich sieht es bei den nicht wasserfesten Wimperntuschen aus. Über zehn Euro spart, wer statt der teuersten die preiswerteste "gute" Tusche von Aldi (Nord) kauft.

Alle Mascaras frei von schädlichen Schwermetallen

Die Stiftung Warentest prüfte insgesamt 13 Wimperntuschen, die besondere Fülle für die Wimpern versprechen. Ausgezeichnet gelingt das keiner, aber immerhin sieben erreichten das Qualitätsurteil "Gut". Zwei Produkte waren lediglich "ausreichend". Die Rimmel Max BoldCurves Extreme Volume & Lift Mascara hatte Probleme mit der mikrobiologischen Qualität: Die Tusche war zwar am Anfang keimfrei, aber nicht in der Lage, mit allen im Test eingebrachten Keimen fertig zu werden. Und bei der p2 LashBomb Mascara von dm funktionierte das Zusammenspiel von Bürstchen, Abstreifer und Wimperntusche nur unbefriedigend, es blieb zu viel Farbe am Bürstchen kleben.

Beruhigend: Alle 13 Mascaras im Test waren frei von schädlichen Schwermetallen wie Blei, Quecksilber oder Kadmium, die früher in Wimperntuschen vorkamen. Auch Nickel, das für Allergiker kritisch sein kann, ist nicht mehr enthalten. Krebserregende Nitrosamine fanden die Tester ebenfalls nicht. Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) fanden die Tester, wenn überhaupt, nur in winzigsten Spuren. Nach wissenschaftlicher Einschätzung sind solche Spuren aber nicht bedenklich.

Kritisch: Sieben der 13 Mascara-Behälter hatten keine Originalitätssicherung. Diese Sicherung - meist eine Folie, in die der Mascara-Behälter eingeschweißt ist - verhindert, dass sich vor der Käuferin schon andere Kundinnen unbemerkt damit schminken konnten. Dieser Schutz ist nötig, weil Bakterien an den Wimpern übertragen werden und zu Bindehautentzündungen führen können.

Alle Informationen über den Test Mascara unter www.test.de/wimperntusche und in der Zeitschrift "test" 2/2012

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?