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Stiftung Warentest - Matratzen: Federbruch

Nur 2 Matratzen schneiden gut ab. In der Dauerprüfung brachen Federn.

Die Stiftung Warentest hat 10 Taschenfederkernmatratzen und 4 Bonnellfederkernmatratzen in die Mangel genommen. Die Dauerprüfung, bei der eine 140 Kilogramm schwere Walze 60.000 Mal über die Liegefläche rollt, hinterließ bei der Winkle Lomo gleich mehrere Federbrüche. Der Dauertest entspricht der durchschnittlichen Beanspruchung über zehn Jahre im Haushalt. Die meisten Matratzen steckten diese harte Prüfung klaglos weg. Bei der Breckle war am Ende ein Härteverlust zu verzeichnen. Bei Ikea, Malie und Panther hinterließ sie sichtbare Einschnitte in den Federtaschen, bei Diamona und Rummel im Schaumstoff, der den Federkern abdeckt. Den Nutzwert der Matratzen schmälerte das jedoch nicht.

Beim Taschenfederkern sitzen die Stahlfedern einzeln in Stofftaschen. Weil sie so individuell dem Druck nachgeben, zeigt sich eine bessere Punktelastizität als auf Bonnellfederkernen. Die bestehen aus mehreren Reihen taillierter Federn, die oben und unten miteinander verbunden sind. Ein Draht- oder Bandstahlrahmen um die Matratze gibt ihr Stabilität. Bonnellfederkerne schwingen stärker nach als Taschenfedern.

Federkernmatratzen bieten gute Belüftung

Aufwendiger konstruierte Taschenfederkernmatratzen müssen nicht teurer sein als Matratzen mit normalem Federkern: Die Federkernmatratze von Ruf kostet 385 Euro, die preiswertesten Taschenfederkernmatratzen, die Malie Modelle 7-Zonen und Jupiter, 170 Euro und 159 Euro. Wegen der relativ großen Hohlräume bieten Federkernmatratzen eine gute Belüftung, jedoch weniger Wärmeisolierung. Das kommt allen Schläfern entgegen, die stark schwitzen. Jene, die leicht frieren, finden auf einer Schaumstoffmatratze meist das angenehmere Schlafklima.

Bei den wichtigen Liegeeigenschaften erreichen nur Schlaraffia und Ikea noch knapp gute Noten. Schwachpunkt ist in vielen Fällen eine zu große Kontaktfläche. Sie entsteht, wenn der Schläfer zu weit in die Matratze einsinkt, was seine natürliche Bewegungsfreiheit einschränkt.

Einmal mangelhaft für zu starken Geruch

Packt man eine neue Matratze aus, fällt häufig ein starker Geruch auf. Aber einen Hinweis auf giftige Schadstoffe ergab der Test nicht. Dennoch ist der Geruch eine lästige Begleiterscheinung, vor allem wenn er nicht nach kurzer Zeit verflogen ist. Fünf Matratzen wurden in diesem Punkt mit ausreichend bewertet, die Ruf M5 sogar mit mangelhaft. Die Stiftung Warentest rät: Lüften Sie die neue Matratze kräftig durch, bevor Sie sie in Gebrauch nehmen.

Die Bezüge der geprüften Matratzen lassen sich abnehmen und können bei 60 Grad gewaschen werden. Den Hinweis auf der Badenia, Schlaraffia und Winkle, dass die Matratzen für Allergiker geeignet sind, fanden die Tester übertrieben. Vor dem allergieauslösenden Milbenkot schützen nur spezielle Bezüge. Weitere Informationen zur Textilkennzeichnung sind gesetzlich vorgeschrieben. Fehlten sie, wie bei der Winkle Lomo, hieß es im Prüfpunkt Deklaration mangelhaft.

Alle Informationen über den Test finden sie auf test.de sowie in der Ausgabe 02/2011 der Zeitschrift "test".

Stiftung Warentest
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.