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Eine Stunde weniger Schlaf: Schafft die EU die Sommerzeit ab?

Sonntag beginnt offiziell die Winterzeit. Die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt. Sonderlich beliebt ist dieser Vorgang nicht. Eher lästig. Die Europäische Union prüft nun die endgültige Abschaffung des Verfahrens. 

Eine Uhr wird auf Winterzeit umgestellt(Symbolbild)

Am Sonntag ist es wieder soweit, die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt. Die Unterscheidung von Winterzeit und Sommerzeit ist in den Augen vieler Deutscher unnötig.

Wie eine Sprecherin der EU am Freitag mitteilte, prüfe die Kommission derzeit die Bedingungen zur Abschaffung der Sommerzeit. Unter Berücksichtigung aller relevanten Informationen werde man die Sache untersuchen und die Öffentlichkeit informieren, sobald es ein Ergebnis gebe. 

Die Sommerzeit, die in diesem Jahr am Sonntag endet, ist seit ihrer Einführung umstritten. Viele Menschen klagen darüber, dass ihnen eine Stunde Schlaf fehlt. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ergab im Frühjahr, dass rund 47 Prozent der Bundesbürger am Sonntagfrüh den Schlafmangel spüren. 60 Prozent würden die Umstellung gern ganz abschaffen.

Unterscheidung zwischen Sommer-und Winterzeit seit dem Ersten Weltkrieg

Erstmals eingeführt wurde die Sommerzeit in Deutschland während des Ersten Weltkriegs. Zwischen den Weltkriegen und nach dem Zweiten Weltkrieg schaffte man die Umstellung jedoch wieder ab. Erst 1980 wurde sie mit dem Ziel, das Tageslicht besser zu nutzen, erneut eingeführt. Der Effekt ist jedoch umstritten.

Regelungen auf EU-Ebene zur Sommerzeit gibt es seit 1981. Die jüngste stammt aus dem Jahr 2001.

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fk / DPA