Zweifaches Atombombenopfer gestorben Yamaguchi überlebte Hiroshima und Nagasaki


Im Alter von 93 Jahren ist in Japan die einzige Person gestorben, die als zweifaches Atombombenopfer galt.

Tsutomu Yamaguchi war am 6. August 1945 auf einer Dienstreise für seine Werft in Hiroshima, als ein amerikanischer B-29-Bomber die erste Atombombe auf diese Stadt abwarf. Er erlitt schwere Verbrennungen am Oberkörper.

Danach kehrte er in seine 300 Kilometer südwestlich gelegene Heimatstadt Nagasaki zurück, die drei Tage später das zweite Ziel eines US-Atombombenabwurfs war. Nach dem Tod Yamaguchis am Montag - er starb an Magenkrebs - sagte der Bürgermeister von Nagasaki: "Ein wertvoller Zeitzeuge ist gegangen."

Yamaguchi berichtete vor allem seinen späteren Jahren über seine Erfahrungen und gab der Hoffnung Ausdruck, dass diese Waffen ein für alle Mal abgeschafft würden. 2006 sprach er auch vor den Vereinten Nationen. Im Dezember wurde er von Filmemacher James Cameron besucht, der nach Informationen der japanischen Zeitung "Mainichi" einen Film über die Atombombenangriffe erwägt.

In Hiroshima starben etwa 140.000 Menschen und 70.000 in Nagasaki. Yamaguchi war einer von etwa 260.000 Überlebende. Viele von ihnen erkrankten als Folge der radioaktiven Verseuchung an Krebs und Leberschäden.

APD APD

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