Algerien Lager mit vermissten Touristen entdeckt


Die algerischen Behörden stehen in Kontakt mit den Entführern der in der Sahara vermissten Touristen. Beduinen beobachteten die Verschollenen und ihre Entführer.

Die algerischen Behörden haben nach Medienberichten Kontakt mit den Entführern der 31 in der Sahara vermissten Touristen und verhandeln über deren Freilassung. Das berichtet das österreichische Nachrichtenmagazin "Profil" in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe. Beduinen hätten die Entführer mit elf der verschollenen Touristen beim Verlassen eines Lagers beobachtet.

Von offizieller Seite wird in allen beteiligten Staaten eine Entführung weiterhin nur als ein mögliches Szenario über den Verbleib der Touristen bezeichnet. Unter den Wüstenurlaubern sind auch 15 Deutsche und zehn Österreicher. Um die Verhandlungen mit den Entführern nicht zu gefährden, würden diese von den algerischen Behörden offiziell nicht als Geiselnehmer bezeichnet.

Es sei lange geübte Praxis der algerischen Behörden, Geiselnehmern keine Zugeständnisse zu machen. Dass in diesem Fall dennoch Gespräche über mögliche Bedingungen für eine Freilassung der Geiseln geführt werden, sei auf die große internationale Aufmerksamkeit zurückzuführen, die das Verschwinden der 31 Touristen ausgelöst hat. Neben den Deutschen und Österreichern gelten vier Schweizer, ein Schwede und ein Niederländer als vermisst.


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