Berlusconi-Angreifer freigesprochen "Völlig unfähig" der gewollten Aggression


Die Statue des Mailänder Doms landete mitten in Silvio Berlusconis Gesicht und brach dem Regierungschef das Nasenbein. Nun befanden Mailländer Richter, dass der Zwischenfall vom Dezember 2009 weder politisch noch persönlich motiviert war.

Ein psychisch kranker Mann, der Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi bei einem Angriff im Gesicht verletzt hatte, ist von einem Mailänder Gericht freigesprochen worden. Damit folgten die Richter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, wie am Dienstag aus Justizkreisen verlautete. Experten hatten in dem Prozess gegen den Angeklagten ausgesagt, dieser sei "unfähig" gewesen, seine Tat "zu verstehen und zu wollen". Der Mann bleibt aber ein Jahr unter Aufsicht und muss weiter in der Gemeinschaft wohnen, in der er seit der Attacke im Dezember untergebracht wurde. Zudem darf er ein Jahr lang nicht an einer öffentlichen Kundgebung teilnehmen.

Der Angeklagte hatte Berlusconi Mitte Dezember in Mailand mit einer Miniatur-Statue des Mailänder Doms geschlagen und im Gesicht getroffen. Dabei beschädigte er zwei Zähne und brach dem 73-jährigen Regierungschef das Nasenbein. Berlusconi wurde zwar bereits nach wenigen Tagen aus dem Krankenhaus entlassen, musste sich aber einen Monat lang schonen.

AFP/DPA DPA

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