HOME

Betrugsvorwürfe: Erste Mehrparteienwahlen im Sudan

Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen finden im Sudan die ersten Mehrparteienwahlen seit 24 Jahren statt. Präsident Omar Hassan al-Baschir hat angekündigt, im Norden des afrikanischen Landes ab Sonntag rund 100.000 Polizisten zur Bewachung der Wahllokale einzusetzen.

Unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen finden im Sudan die ersten Mehrparteienwahlen seit 24 Jahren statt. Präsident Omar Hassan al-Baschir hat angekündigt, im Norden des afrikanischen Landes ab Sonntag rund 100.000 Polizisten zur Bewachung der Wahllokale einzusetzen. Im Vorfeld hatten Oppositionsgruppen massive Behinderungen und Betrugsversuche beklagt. Bei den auf drei Tagen angesetzten Abstimmungen werden der Präsident, der Chef des halbautonomen Südens, Parlamente und regionale Anführer neu bestimmt.

Es gilt als sicher, dass sich Baschir, gegen den ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs wegen Kriegsverbrechen in Darfur vorliegt, eine weitere vierjährige Amtszeit sichern kann. Führende Oppositionsparteien beteiligen sich nicht an den Wahlen. Erstmals seit fast einem Vierteljahrhundert haben die Bürger jedoch die Möglichkeit, sich zwischen mehreren Parteien und Kandidaten zu entscheiden. Die Betrugsvorwürfe der Opposition lassen nach Ansicht von Beobachtern jedoch Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Wahlen aufkommen.

Reuters / Reuters
Themen in diesem Artikel