VG-Wort Pixel

Corona-Pandemie Schweden muss geplante Lockerungen auf Eis legen

Sehen Sie im Video: Schweden muss geplante Lockerungen auf Eis legen.




Schweden fährt in der Corona-Krise einen eigenen Kurs, der auch im Ausland unter scharfer Beobachtung steht und mitunter Kritik auslöst. Die Regierung hat auf einen Lockdown verzichtet und setzt stattdessen auf die Eigenverantwortung der Bürger sowie auf Abstandsregeln und ein gutes Hygieneverhalten. Die Pro-Kopf-Totenzahl liegt zwar höher als in anderen nordeuropäischen Ländern. Sie ist aber niedriger als in Italien, Spanien oder Großbritannien, wo es Lockdowns gab. Nach Monaten eines eher geringen Seuchengeschehens haben die Ansteckungen in den vergangenen Wochen spürbar zugenommen. Nun hat die Regierung angekündigt, bereits in Aussicht gestellte Lockerungen für Großveranstaltungen auf Eis zu legen. Sozialministerin Lena Hallengren sagte am Donnerstag: "Schweden hat das niedrige Fall-Niveau, das wir im Sommer hatten, verlassen. Der Anstieg ist nicht dramatisch, aber der Trend geht in die falsche Richtung. Die Regierung hat die Gesundheitsbehörde um eine Einschätzung gebeten. Und die besagt, dass Lockerungen zu diesem Zeitpunkt nicht angebracht sind. Die Grenzen für öffentliche Versammlungen bleiben daher bestehen. Wir hatten gehofft und uns darauf gefreut, diese heute lockern zu können - aber dafür ist derzeit kein Platz." Die Grenze für Veranstaltungen sollte von 50 auf 500 erhöht werden. Dieser Schritt werde verschoben, hieß es.
Mehr
Nach Monaten eines eher geringen Seuchengeschehens haben Corona-Ansteckungen in den vergangenen Wochen auch in Schweden spürbar zugenommen. Das hat direkte Auswirkungen auf geplante Lockerungen.

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker