Deutsch-schweizerischer Steuerstreit Minister verzichtet auf Mercedes


Der Steuerstreit zwischen Deutschland und der Schweiz treibt seltsame Blüten. Aus Protest gegen die Nachbarn im Allgemeinen und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück im Speziellen lässt der eidgenössische Verteidigungsminister Ueli Maurer seinen Mercedes vorerst in der Garage.

Im deutsch-schweizerischen Steuerstreit hat der Berner Verteidigungsminister Ueli Maurer jetzt seinen Dienst-Mercedes in die Garage verbannt und ist auf ein französisches Modell umgestiegen. Maurers Sprecher bestätigte am Sonntag einen Bericht der Schweizer "SonntagsZeitung", demzufolge der Minister jetzt einen Renault Espace benutze. "Der Steuerstreit hat ihn genervt und geärgert, so dass er auf einen anderen Dienstwagen in der Flotte umgestiegen ist." Der Mercedes S 430 bleibe vorerst in der Garage.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hatte mit harschen Worten eine Lockerung des Bankgeheimnisses eingefordert und damit in der Schweiz Empörung hervorgerufen. Der Chef der Züricher Privatbank Vontobel, Herbert Scheidt, warf dem Finanzminister "ungehobeltes Verhalten" vor.

Der schweizerische Finanzminister Hans-Rudolf Merz meinte in der Boulevardzeitung "Sonntags-Blick"zu der Angelegenheit: "Er (Steinbrück) ist nicht repräsentativ für sein ganzes Land." Wenn sein deutscher Kollege glaube, dass er mit seinen Anwürfen etwas herausholen könne, täusche er sich gewaltig. "Wenn Deutschland etwas von uns will, dann erwarte ich, dass man sich meldet."


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