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Gouverneurswahl in Mexiko: Landesweit bekannter Politiker erschossen

Knapp eine Woche vor Regional- und Kommunalwahlen in Mexiko ist am Montag der landesweit bekannte Politiker Rodolfo Torre Cantú ermordet worden. Der Kandidat der PRI-Partei für das Amt des Gouverneurs im Bundesstaat Tamaulipas wurde bei einem Überfall auf einer Landstraße von Unbekannten erschossen.

Weniger als eine Woche vor der Gouverneurswahl im mexikanischen Bundesstaat Tamaulipas ist der aussichtsreichste Kandidat ermordet worden. Rodolfo Torre Cantú von der PRI-Partei sei am Montag in einem Hinterhalt nahe des Flughafens von Ciudad Victoria getötet worden, sagte ein Parteisprecher. Auf Bildern des mexikanischen Fernsehens waren vier abgedeckte Leichen zu sehen, die auf der Straße neben zwei Autos lagen. Die Identität der anderen Opfer war zunächst unklar.

Der mexikanische Präsident Felipe Calderón verurteilte die Tat. Am Sonntag werden in zwölf mexikanischen Bundesstaaten neue Gouverneure gewählt, in insgesamt 14 der 31 Bundesstaaten sind Regional- und Kommunalwahlen angesetzt.

Innenminister Fernando Gomez-Mont deutete am Montag an, Drogenkartelle könnten für die Tat verantwortlich sein. Mehrere Kartelle liefern sich in Mexiko eine blutige Auseinandersetzung um die lukrativen Schmuggelrouten in die USA, seit 2006 fielen dem Drogenkrieg fast 23.000 Menschen zum Opfer. Die mexikanische Regierung setzt mehr als 50.000 Polizisten und Militärs im Kampf gegen die Drogenbanden ein.

APN/AFP/DPA / DPA
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