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Interview im US-Fernsehen: Hillary Clinton verteidigt Ehemann Bill in Sex-Affäre: "Monica Lewinsky war erwachsen"

In einem Fernsehinterview hat Hillary Clinton sich zu der früheren Affäre ihre Mannes mit seiner Angestellten Monica Lewinsky geäußert und weist Parallelen zu den Anschuldigungen gegen Donald Trump zurück. Sie fordert polizeiliche Ermittlungen gegen den amtierenden US-Präsidenten.

Hillary Clinton fordert Ermittlungen gegen Donald Trump

Hillary Clinton erhebt zum wiederholten Male Anschuldigungen gegen Donald Trump

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Die ehemalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton sprach am Sonntag in einer Talkshow des US-Senders CBS über die frühere Affäre ihres Mannes Bill Clinton, die im Zuge der #metoo-Debatte wieder an Brisanz gewinnt. Der ehemalige US-Präsident hatte während seiner ersten Amtszeit ein sexuelles Verhältnis mit Monica Lewinsky, einer Praktikantin des Weißen Hauses, und wurde des Meineids angeklagt, weil er die Beziehung zunächst verleumdet hatte. Bill Clinton sah sich in der darauffolgenden Zeit drängenden Rücktrittsforderungen gegenüber, die er jedoch alle zurückwies.

"Sie war erwachsen"

Als Hillary Clinton am Sonntag von dem CBS-Moderator Tony Dokoupil gefragt wird, ob ihr Mann rückblickend der Forderung hätte nachgeben sollen, antwortet sie: "Absolut nicht" und verneint auch die Frage, ob ihr Mann seine Macht ausgenutzt habe. Hochrangige Politiker, darunter die New Yorker Senatorin Kirsten Gillibrand, sind anderer Ansicht und kritisieren den ehemaligen US-Präsidenten für seine damalige Entscheidung. Als Dokoupil erneut auf den möglichen Amtsmissbrauch innerhalb des Lewinsky-Skandals zu sprechen kommt, argumentiert Hillary Clinton: "Sie war erwachsen."

Hillary Clinton fordert Ermittlungen gegen Trump

"Gegen meinen Mann gab es Ermittlungen, denen er sich gestellt hat und die, wie ich denke, zu dem richtigen Ergebnis gekommen sind.", sagt Clinton. Dann nutzt sie die Gelegenheit, einen Seitenhieb in Richtung Donald Trumps auszuteilen: "Aber lassen Sie mich eines fragen: Wo sind die Ermittlungen gegen den derzeitigen Amtsinhaber, gegen den zahlreiche Beschuldigungen erhoben wurden, die er ablehnt, leugnet und verspottet?". Die ehemalige Präsidentschaftskandidatin hat sich auf diese Weise nicht zum ersten Mal für amtliche Untersuchungen gegen den US-Präsidenten wegen sexueller Übergriffe ausgesprochen.

Quelle: US-Sender CBS

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sve