Lange schwieg er, der Bundesinnenminister. Nun äußerte sich Horst Seehofer erstmals öffentlich zur Brandkatastrophe im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos.
Gemeinsam mit der EU-Kommissionsvizepräsident Margaritis Schinas informierte der CSU-Politiker auf einer Presse über die aktuelle Lage nach dem Feuer und über Hilfsmaßnahmen.
Pressekonferenz von Horst Seehofer zur Lage auf Lesbos
Das auch als Elendslager bezeichnete Camp Moria war in der Nacht zu Mittwoch durch mehrere Brände fast vollständig zerstört worden. 13.000 Menschen sind seither ohne Obdach, viele von ihnen verloren ihr Hab und Gut. Geplant war das Lager ursprünglich für rund 3000 Migranten. Die Zustände auf Lesbos galten schon vor dem Feuer als katastrophal.
Zuletzt wurden Rufe lauter, dass Deutschland eine große Zahl der Männer, Frauen und Kinder aufnimmt, solange keine gemeinsame europäische Lösung für eine Verteilung der Geflüchteten in Sicht ist – Seehofer pocht jedoch weiter auf ein EU-weit abgestimmtes Vorgehen.
Der Brand in Moria und der Umgang mit den Flüchtlingen wird auch am Nachmittag im Bundestag Thema sein. Die Linksfraktion beantragt, alle rund 13.000 Migranten aus Moria in Deutschland aufzunehmen. Was kündigte Horst Seehofer an?
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