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Kampf gegen Terrorismus: Mutmaßliche Al-Kaida-Mitglieder gefasst

In der Türkei sind zehn mutmaßliche Anhänger des Terrornetzwerkes Al-Kaida festgenommen worden. Sie sollen syrische Rebellen mit Waffen und Kämpfern unterstützt haben.

Die türkische Polizei hat im zentralanatolischen Konya zehn mutmaßliche Anhänger des Terrornetzwerkes Al-Kaida festgenommen, die syrische Rebellen mit Waffen und Kämpfern versorgt haben sollen. Wie die Internetausgaben der Zeitungen "Hürriyet" und "Radikal" am Dienstag meldeten, wiesen die Verdächtigen die Anschuldigungen zurück. Ausgangspunkt der Ermittlungen waren demnach Hinweise aus der Bevölkerung, wonach radikale Islamisten junge Freiwillige für den Kampf gegen das Assad-Regime in Syrien anwerben wollten. Die Verhöre der Verdächtigten dauerten am Dienstag noch an.

Im Februar hatte die Polizei im Nordwesten der Türkei eine mutmaßliche Al-Kaida-Zelle ausgehoben, die Anschläge auf die US-Botschaft in Ankara und eine Synagoge in Istanbul geplant haben soll. Damals wurden zwölf Verdächtige in Haft genommen; bei Hausdurchsuchungen stieß die Polizei laut Presseberichten auf 22 Kilogramm Plastiksprengstoff sowie auf Listen und Karten möglicher Anschlagsziele. Im Jahr 2003 hatten türkische Al-Kaida-Anhänger bei einer Serie von Autobombenanschlägen auf Synagogen und britische Einrichtungen in Istanbul fast 70 Menschen getötet und 700 verletzt.

steh/AFP / AFP
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