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Libanon-Krieg: Streubomben-Einsatz wird untersucht

Das US-Außenministerium untersucht den Einsatz amerikanischer Streubomben im Libanonkrieg. Dabei geht es vor allem um Berichte über israelische Angriffe auf zivile Ziele.

"Wir gehen diesen Vorwürfen nach und werden sehen, wohin das führt", sagte Ministeriumssprecher Gonzalo Gallegos am Freitag in Washington. In Geheimvereinbarungen mit Israel haben die USA festgelegt, unter welchen Bedingungen die von ihnen gelieferten Waffen verwendet werden dürfen. Nach Informationen der "New York Times" vom Freitag hat Washington bereits eine Lieferung von Artillerieraketen des Typs M-26 verschoben.

Flächendeckende Wirkung gegen Weichzielé

Diese gehören ebenfalls zu den Waffen, die bei ihrer Explosion zahlreiche weitere Sprengsätze freisetzen und so über eine größere Fläche hinweg tödliche Wirkung haben. Bislang wurden nach Angaben der Vereinten Nationen Streubomben an 285 verschiedenen Orten im Südlibanon gefunden. In vielen Fällen sind die Sprengsätze noch nicht explodiert und stellen eine große Gefahr für heimkehrende Kriegsflüchtlinge dar. Der Einsatz von Streubomben gegen Sodaten sei nicht illegal, sagte Dalya Farran vom UN-Koordinierungszentrum gegen Landminen (U.N. Mine Action Coordination Center). "Aber die Genfer Konventionen untersagen ihren Einsatz in zivilen Gebieten."

AP