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50.Todestag So heuchlerisch lobte Donald Trump den ermordeten Martin Luther King

Am 4. April 1968 wird Martin Luther King ermordet. Anlässlich seines 50. Todestages veröffentlicht das Weiße Haus ein Video: Donald Trump preist darin das Andenken und die Überzeugungen des US-Bürgerrechtlers.
"Ich rufe jeden Bürger dazu auf, mit mir diesem großen amerikanischen Helden zu gedenken. Und sein Erbe, der Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit weiterzutragen. Gott segne Dr. Kings Andenken."
Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit – Warum die Worte aus dem Mund des des US-Präsidenten mehr als verwunderlich sind.
Gerechtigkeit Trump fordert schnelle und harte Urteile – solange sie in sein Weltbild passen.
1989 fordert Trump öffentlich die Todesstrafe für fünf mutmaßliche Vergewaltiger. Über zehn Jahre nach ihrer Entlastung durch DNA-Beweismaterial bezeichnet er die Männer weiterhin als schuldig.
Als ein Bundesrichter Trumps Einreiseverbot für Muslime stoppt, stellt der US-Präsident die Legitimität des "sogenannten Richters" auf Twitter in Frage.
 Gleichheit Trump greift in seiner Rhetorik immer wieder auf Vorurteile und Verallgemeinerungen zurück.
2016 bezeichnet Trump mexikanische Immigranten als "Kriminelle" und "Vergewaltiger".
2017 weist Trump das US-Verteidigungsministerium an, künftig keine Transgender mehr in die Streitkräfte des Landes aufzunehmen.
Laut New York Times soll sein Immobilienunternehmen in den 70er-Jahren vermieden haben, Wohnungen an Afroamerikaner zu vermieten.
 Freiheit Grundrechte und Donald Trump – das kann zu Streitigkeiten führen.
Meinungsfreiheit: Unabhängige Berichterstattung bezeichnet Trump regelmäßig als "Fake News" – die Medien seien korrupt und würden Quellen erfinden.
Der Kniefall-Protest diverser US-Sportler gegen Rassismus verärgert Trump 2017. Er bezeichnet Spieler öffentlich als "Hurensöhne" und fordert ihre Entlassung.
Religionsfreiheit: Trump fordert ein Einreiseverbot für Muslime. Er will sogar seinen muslimischen Landsleuten die Heimkehr in die USA verwehren.
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Zum 50. Todestag von US-Bürgerrechtler Martin Luther King hat US-Präsident Donald Trump dessen Einsatz für Gerechtigkeit, Gleichheit und Freiheit gelobt. Das ist erstaunlich angesichts dessen, was Trump sonst so von sich gibt.

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